Ich hab die Dose wieder ins Regal zurückgestellt. Zum dritten Mal in dem Jahr.
Es war so ein Winterabend-Ding. Draussen nass, drinnen stickig, und ich stand im Laden vor der Wand mit den Raumsprays und wollte einfach, dass es zu Hause nach irgendwas riecht, das sich gut anfühlt. Dann hab ich hinten auf die Dose geschaut, die Inhaltsliste gelesen, und sie wieder hingestellt.
Nicht aus Prinzip. Ich bin keine, die das für alle entscheidet. Es war eher: wenn ich das schon in die Luft sprühe, in der ich den ganzen Winter sitze, dann will ich wenigstens ungefähr wissen, was das ist.
Und dann steht man halt einfach zu Hause und es riecht nach nichts. Auch keine Lösung.
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Warum «gemütlich» im Winter überhaupt ein Thema wird
Im Sommer stellt sich die Frage nicht. Fenster auf, fertig. Der Raum riecht nach draussen, und niemand denkt darüber nach.
Ab November ist es andersrum. Die Fenster bleiben zu, die Heizung läuft durch, und die Luft steht. Wer im Homeoffice arbeitet, sitzt zehn Stunden in derselben Luft, und das merkt man irgendwann an Kopf, Nase und Laune, lange bevor man es benennen kann.
Deshalb ist das für mich keine Deko-Frage. Es ist die Frage, wie sich der Raum anfühlt, in dem ich den halben Winter verbringe.
Die eine Regel: pro Raum ein Geruch, nicht überall derselbe
Das war die Umstellung, die bei mir am meisten gebracht hat, und sie kostet gar nichts.
Früher hatte ich denselben Duft in der ganzen Wohnung, und nach zwei Tagen hab ich ihn nicht mehr gerochen. Man gewöhnt sich unglaublich schnell, und dann macht man mehr rein, und dann riecht es für Besuch wie eine Parfümerie und für einen selbst immer noch nach nichts.
Jetzt hat jeder Raum, in dem ich mich länger aufhalte, seinen eigenen. Im Arbeitszimmer etwas Frisches, meistens Zitrone, und zwar nur morgens. Im Wohnzimmer am Abend etwas Wärmeres. Im Schlafzimmer wieder etwas anderes, und dort läuft es nur eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen.
Der Effekt ist der, den ich eigentlich wollte: beim Reingehen merkt man den Wechsel. Nicht weil es stark ist, sondern weil es anders ist als im Raum davor.
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Was ich beim Putzen mache, ganz unfeierlich
Ich mach hier kein grosses Ding draus, weil es bei mir wirklich klein ist.
Ins Wischwasser kommen ein paar Tropfen Zitrone. Das ist alles. Es putzt nicht besser, das behaupte ich gar nicht, aber die Wohnung riecht danach eine Weile so, wie ich es mag, und ich hab dafür nichts extra gekauft.
Auf ein Wolltuch im Schrank ein Tropfen, ganz sparsam. Und einmal im Winter mach ich sowas wie einen Topf mit Wasser und Orangenschalen auf dem Herd, aber ehrlich, das ist eher ein Sonntagsding als eine Routine.
Was ich nicht mehr mache: Duftkerzen als Dauerlösung. Ich hab nichts gegen Kerzen, ich zünd auch welche an. Aber als tägliche Art, den Raum zu beduften, war es bei mir teuer, ungenau und am Ende doch wieder eine Inhaltsliste, die ich nicht lesen konnte.
Und der langweiligste Teil, der am meisten bringt
Lüften. Ja.
Zweimal am Tag richtig durchziehen lassen, fünf Minuten, auch wenn es draussen ekelhaft ist. Kein Öl der Welt macht wett, dass die Luft steht. Ich hab das jahrelang mit mehr Duft zu lösen versucht, und das ist ungefähr so sinnvoll, wie ein unordentliches Zimmer mit einer Lampe zu beleuchten.
Dazu kommt der Diffuser, der im Winter bei mir häufiger läuft als im Sommer, und zwar auch dann, wenn gar kein Öl drin ist. Die Heizung trocknet die Luft, und er gibt nebenbei Feuchtigkeit ab. Die halbe Sache ist Wasser in der Luft und nicht der Duft.
Was ich dazu ausdrücklich nicht sage
Damit es gesagt ist: ich bin Markenpartnerin, ich empfehle, und an Empfehlungen verdiene ich mit. Was ich weitergebe, kommt aus Kursen und Workshops, aus den Büchern, die hier im Regal stehen, und aus ein paar Jahren eigenem Ausprobieren. Was ich dir nicht abnehmen kann, ist der Blick auf deine eigene Lage: nicht jedes Öl ist für innerlich gedacht, mit Kindern im Haus, in der Schwangerschaft oder mit Tieren gelten andere Regeln, und wer Medikamente nimmt, klärt das bitte ab. Beim Sortieren helf ich dir gern, entscheiden musst du selbst.
Ich beschreibe hier, was ich selbst mache. Ich sage nicht, wogegen etwas hilft, und ich gebe keine Anwendungsempfehlung. Das gehört zu Menschen mit medizinischer Ausbildung, und ich habe keine.
Öle sind hochkonzentriert, und hochkonzentriert heisst kleindosiert. Und wenn Kinder, Schwangere oder Tiere im Haushalt sind, gelten für Raumbeduftung nochmal eigene Vorsichtsregeln, die ich nicht für dich beurteilen kann. Wir haben selbst Tiere, und das ist einer der Punkte, an denen ich vorher nachschaue und nicht hinterher.
Zum Mitnehmen:
Pro Raum ein Geruch statt überall derselbe, sonst riechst du ihn nach zwei Tagen nicht mehr und machst nur mehr rein. Und der langweiligste Teil bringt am meisten: zweimal am Tag richtig lüften, auch wenn es draussen ekelhaft ist.
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Häufige Fragen zu Raumduft im Winter
Warum rieche ich meinen eigenen Raumduft nach ein paar Tagen nicht mehr?
Weil man sich sehr schnell daran gewöhnt. Genau das führt dazu, dass man mehr nachlegt, und dann riecht es für Besuch stark und für einen selbst immer noch nach nichts. Bei mir hat es geholfen, pro Raum einen eigenen Geruch zu nehmen, damit der Wechsel beim Reingehen auffällt.
Was machst du ins Wischwasser?
Ein paar Tropfen Zitrone. Es putzt dadurch nicht besser, das behaupte ich nicht, aber die Wohnung riecht danach eine Weile so, wie ich es mag, und ich habe dafür nichts extra gekauft.
Diffuser oder Duftkerze?
Ich zünde durchaus Kerzen an, aber nicht als tägliche Art, den Raum zu beduften. Für mich war das teuer, ungenau und am Ende wieder eine Inhaltsliste, die ich nicht lesen konnte. Der Diffuser hat den Nebeneffekt, dass er im Winter Feuchtigkeit an die trockene Heizungsluft abgibt.
Wie oft lüftest du im Winter?
Zweimal am Tag richtig durchziehen lassen, ungefähr fünf Minuten, auch wenn es draussen ekelhaft ist. Das ist der langweiligste Teil und bringt bei mir am meisten. Kein Duft macht wett, dass die Luft steht.
Ist Raumbeduftung mit Tieren im Haushalt in Ordnung?
Das kann ich nicht für dich beurteilen. Es gelten eigene Vorsichtsregeln, und die schaut man vorher nach, nicht hinterher. Wir haben selbst Tiere im Haus, und das ist einer der wenigen Punkte, an denen ich ungern beiläufig bin.
Wenn dich das hier trifft, dann liest du als Nächstes:
Mehr in dieser Richtung?
Im Selbstfürsorge-Blog sammle ich alles, was mit Ölen, Haaren und kleinen Ankern im Alltag zu tun hat. Kein Business, keine Strategie.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊


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