Diana Fux
Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Alles zu viel, und die Schultern kriechen hoch.

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Es ist nicht ein grosses Ding. Es sind elf kleine, gleichzeitig.

Der Laptop steht offen, in einem Tab läuft ein Video weiter, das ich gar nicht mehr schaue. Chico liegt neben mir und seufzt genau in dem Moment, in dem das Handy vibriert. Draussen fährt irgendwer mit dem Laubbläser durchs Dorf. Und ich sitze da und merke, wie die Schultern langsam Richtung Ohren wandern, ohne dass irgendwas Schlimmes passiert wäre.

Das ist das Fiese daran. Es gibt keinen Grund, den man jemandem erzählen könnte. Nichts ist passiert. Es ist nur alles auf einmal, und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die nächste harmlose Frage einfach zu viel ist.

Im Herbst wird das bei mir mehr. Ich glaub, weil man drinnen sitzt und alles näher zusammenrückt. Im Sommer geht man einfach raus, und die Sache erledigt sich nebenbei.

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Warum die grosse Auszeit nicht funktioniert

Der Rat, den man an so einem Tag am häufigsten hört, ist: nimm dir mal Zeit für dich. Und ehrlich, an einem Tag, an dem schon alles zu viel ist, ist «nimm dir zwei Stunden» einfach der zwölfte Punkt auf einer Liste, die eh nicht aufgeht.

Bei mir hat nie funktioniert, was gross war. Was funktioniert, ist klein und dauert eine Minute, und zwar mitten im Tag, nicht abends, wenn sowieso alles vorbei ist.

Ich nenn das für mich Anker. Nicht weil das schön klingt, sondern weil es genau das tut: es hält für einen Moment fest, damit man nicht weitertreibt.

Die drei Anker, die bei mir wirklich stattfinden

Der Handgelenk-Anker. Ein Tropfen verdünnt aufs Handgelenk, und dann einmal bewusst daran riechen, mit geschlossenen Augen. Das dauert fünfzehn Sekunden. Ich mache es meistens im Stehen, weil ich dann schon halb aufgestanden bin und das mit dem Sitzenbleiben nicht wieder losgeht.

Der Türrahmen-Anker. Wenn ich aus dem Arbeitszimmer gehe, bleib ich im Türrahmen stehen und atme einmal richtig aus. Klingt albern. Ist aber der einzige Moment am Tag, an dem ich zwischen zwei Sachen tatsächlich eine Pause habe, und deshalb häng ich sie da rein.

Der Diffuser-Anker am Nachmittag. So gegen halb vier, wenn die Konzentration eh weg ist. Ich stell ihn an und mach dabei nichts anderes. Zwei Minuten. Das ist keine Meditation, das ist einfach zwei Minuten nicht auf einen Bildschirm schauen.

Alle drei haben eins gemeinsam: sie hängen an etwas, das sowieso passiert. Ich muss mir nichts merken, ich häng es an einen Moment, den es eh schon gibt.

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Warum ausgerechnet riechen

Ich hab dafür keine wissenschaftliche Erklärung, und ich tu auch nicht so, als hätte ich eine. Was ich beschreiben kann, ist, was es bei mir tut.

Wenn zu viel gleichzeitig läuft, sind es fast immer Augen und Ohren, die überlaufen. Bildschirm, Nachrichten, Geräusche. Riechen ist der einzige Sinn, der in dem Moment nichts zu tun hat, und wenn ich ihm etwas gebe, hab ich für ein paar Sekunden eine Sache, auf die ich mich richte, statt auf elf.

Das ist der ganze Trick. Es ist kein Mittel gegen irgendwas, es ist eine Stelle, an der ich hängen bleiben kann.

Was ich mir dabei abgewöhnt habe

Ich hab früher versucht, an so einem Tag noch produktiv zu sein, und dann eben mit Öl. Also Diffuser an und weiter durchziehen, als wäre der Duft ein Zusatzmotor. Das ging genau so lange gut, bis ich abends völlig durch war und mich gefragt hab, warum der ganze Aufwand nichts gebracht hat.

Er hat nichts gebracht, weil ich ihn benutzt hab, um nicht aufzuhören. Genau.

Heute ist der Anker das Signal zum Unterbrechen und nicht zum Weitermachen. Ein Tag, an dem alles zu viel ist, wird nicht besser, wenn man mehr reinpackt. Er wird ein bisschen erträglicher, wenn man dreimal kurz rausgeht.

Was ich dazu ausdrücklich nicht sage

Damit es gesagt ist: ich bin Markenpartnerin, ich empfehle, und an Empfehlungen verdiene ich mit. Was ich weitergebe, kommt aus Kursen und Workshops, aus den Büchern, die hier im Regal stehen, und aus ein paar Jahren eigenem Ausprobieren. Was ich dir nicht abnehmen kann, ist der Blick auf deine eigene Lage: nicht jedes Öl ist für innerlich gedacht, mit Kindern im Haus, in der Schwangerschaft oder mit Tieren gelten andere Regeln, und wer Medikamente nimmt, klärt das bitte ab. Beim Sortieren helf ich dir gern, entscheiden musst du selbst.

Ich beschreibe hier, was ich selbst mache. Ich sage nicht, wogegen etwas hilft, und ich gebe keine Anwendungsempfehlung. Das gehört zu Menschen mit medizinischer Ausbildung, und ich habe keine.

Öle sind hochkonzentriert, und hochkonzentriert heisst kleindosiert. Auf die Haut kommt bei mir nichts pur, sondern verdünnt in einem Trägeröl, und in der Nähe von anderen Menschen, Kindern oder Tieren gelten ohnehin nochmal eigene Regeln, die ich nicht für dich beurteilen kann.

Und wenn dich das Gefühl, dass alles zu viel ist, nicht nur an einzelnen Tagen erwischt, sondern durchgehend, dann ist das eine Sache für jemanden, der das fachlich einordnen kann. Nicht für ein Fläschchen und auch nicht für mich.

Zum Mitnehmen:
An überreizten Tagen funktioniert nichts Grosses. Was funktioniert, sind drei kleine Anker mitten im Tag, die an Momenten hängen, die sowieso stattfinden. Und der Anker ist das Signal zum Unterbrechen, nicht zum Weitermachen.

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Häufige Fragen zu Ölen an überreizten Tagen

Was ist ein Anker in diesem Zusammenhang?

Bei mir ist das eine sehr kleine Handlung, die höchstens eine Minute dauert und an einem Moment hängt, den es sowieso jeden Tag gibt. Zum Beispiel einmal ausatmen im Türrahmen, wenn ich aus dem Arbeitszimmer gehe. Der Sinn ist, kurz festzuhalten, damit man nicht weitertreibt.

Warum funktionieren lange Auszeiten bei mir nicht?

Weil «nimm dir zwei Stunden» an einem Tag, an dem schon alles zu viel ist, einfach der nächste Punkt auf einer Liste ist, die ohnehin nicht aufgeht. Kleine Sachen mitten im Tag finden statt, grosse Sachen werden verschoben.

Wieso gerade Geruch und nicht etwas anderes?

Ich habe dafür keine wissenschaftliche Erklärung und behaupte auch keine. Was ich beschreiben kann: wenn zu viel läuft, laufen Augen und Ohren über. Riechen ist der Sinn, der gerade nichts zu tun hat, und deshalb habe ich dort für ein paar Sekunden eine Stelle, auf die ich mich richten kann.

Kann ich den Diffuser den ganzen Tag laufen lassen?

Ich mache das nicht. Bei mir läuft er in kurzen Abschnitten, sonst nehme ich den Geruch nach einer Weile gar nicht mehr wahr und der Anker verliert genau das, was ihn ausmacht. Wie es bei dir sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen.

Wird das im Herbst und Winter schlimmer?

Bei mir ja. Ich vermute, weil man drinnen sitzt und alles näher zusammenrückt. Im Sommer geht man einfach raus, und die Sache erledigt sich nebenbei. Das ist meine Beobachtung an mir selbst, keine allgemeine Aussage.

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Im Selbstfürsorge-Blog sammle ich alles, was mit Ölen, Haaren und kleinen Ankern im Alltag zu tun hat. Kein Business, keine Strategie.

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Füchsische Grüsse, Diana 🦊


Diana Fux, Umsetzungs- und Mut-Mentorin für leise und vielseitige Frauen

Diana Fux

Ich bin Diana, Umsetzungs- und Mut-Mentorin für selbständige Frauen. Du kannst dein Fach, und trotzdem hängt es an einer Stelle. Du bist halt einfach zu nah dran.

Du machst schon viel. Ich schaue von aussen drauf und sage dir, was davon wirklich trägt, statt dass du noch mehr vom Falschen tust. Hier stehen Beiträge übers Business und Beiträge über Haare und Öle. Das ist kein Durcheinander, das ist dieselbe Frau: die, die alles allein macht und für alle sorgt ausser für sich.

Du weisst nicht, was davon für dich gerade dran ist? Dann melde dich, ich antworte selbst. Kontakt →

Muster erkennen. Chaos ordnen. Klar entscheiden. Umsetzen.


Was hat's bei dir ausgelöst?

Zustimmung, Widerstand, Fragezeichen, alles willkommen. Schreib mir was dich bewegt hat. Genau das macht aus einem Artikel ein echtes Gespräch.

Ich freue mich von dir zu lesen. 🦊

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