Diana Fux
Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Warum ich trotz KI weiter blogge

Pinterest-Pin mit dem Text «Auch die KI-Antworten, die Google ersetzen, müssen ja von irgendwo lernen», Thema aus dem ve

Du möchtest dein Angebot und deine nächsten Schritte in Ruhe durchgehen?
In meiner kostenlosen E-Mail-Serie bekommst du dafür Aufgaben zum Mitmachen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, und arbeite mit dem weiter, was schon da ist. Business-Fundament ansehen →

Ich war gestern in einem Webinar über KI, Google und SEO. Drei Stunden, drei Sprecher, ein einziger Tenor: alles wird sich ändern, der klassische Blog ist tot, Google verliert, KI gewinnt. Ich habe zugehört, mitgeschrieben, am Ende den Laptop zugeklappt, und dann habe ich mich hingesetzt und Zeile für Zeile aufgeschrieben, warum ich trotzdem weiterblogge. Genau das liest du jetzt.

Du hörst seit Monaten dieselben Sätze: «Blog ist tot.» «SEO ist vorbei.» «KI macht das alles obsolet.» Du nickst, weil es plausibel klingt. Du fragst dich gleichzeitig, ob du deinen Blog jetzt einstampfen sollst, in den du die letzten zwei Jahre investiert hast. Genau diese Sätze waren im gestrigen Webinar das Hauptthema.

Ich habe darüber lange nachgedacht, im Webinar mitgenickt, am Abend zurückgespult. Heute weiss ich: Blog ist nicht tot. Blog ist gerade wichtiger geworden als vorher. Nicht trotz KI, sondern wegen KI. Nicht trotz Google-Wandel, sondern wegen ihm. Hier ist warum. Ich blogge weiter. Bewusst, mit klarem Plan, mit zwei Artikeln pro Woche. Und das ist keine nostalgische Entscheidung, sondern eine strategische.

Was im Webinar über KI und Google gesagt wurde

Aussagen darüber, ob Blogs künftig noch gelesen werden, beantworten für mich eine andere Frage noch nicht: Was möchte ich auf meiner eigenen Seite erklären können? Ich möchte zeigen, wie ich arbeite, was ich ausprobiert habe und wo ich meine Meinung geändert habe. Dafür ist mein Blog ein guter Ort.

Was ich beim Schreiben selbst entscheide

KI unterstützt mich beim Schreiben. Welche Aussagen ich veröffentliche und was ich davon selbst vertreten kann, entscheide und prüfe ich trotzdem. Ein Text soll etwas erklären, das für die Leserin relevant ist, mit nachvollziehbaren Beispielen und meiner eigenen Einschätzung. Eine erkennbare Stimme ist mir wichtig, auch wenn daraus keine bestimmte Reichweite folgt.

Was über Google im Webinar gesagt wurde, und was ich anders sehe

Google verliert Marktanteile. Das stimmt. Aber Google ist nicht das Einzige, was deinen Blog auffindbar macht. Pinterest funktioniert als Suchmaschine, KI-Chatbots zitieren zunehmend Blog-Quellen, dein Newsletter führt Leserinnen zurück auf deinen Blog, deine Stamm-Leserinnen kommen wieder direkt. Wer den Blog nur an Google koppelt, hat den Blog nicht verstanden.

Ausserdem: auch die KI-Antworten, die Google ersetzen, müssen ja von irgendwo lernen. Sie zitieren echte Quellen. Wenn dein Blog substanziell ist, wirst du dort zitiert. Das war im gestrigen Webinar kein Thema, ist aber empirisch das, was schon heute passiert: meine Artikel werden in KI-Antworten erwähnt, mit Quellenlink.

Warum ich Blog und Pinterest liebe, statt SEO zu jagen

Mein Blog ist mein Zuhause im Internet. Mir gehört er. Niemand kann mir die Posts löschen, kein Algorithmus entscheidet wer sie sieht, kein Plattform-Wechsel kann sie wegradieren. Was ich heute schreibe, ist in zwei Jahren noch da, auch wenn Google sich umbaut.

Pinterest ist mein Verstärker. Ein Pin den ich heute erstelle, bringt vielleicht in sechs Monaten plötzlich Traffic. Ein Pin der vor einem Jahr unterwegs ging, bringt heute noch Leserinnen auf meinen Blog. Beides zusammen ist ein System, das auch dann arbeitet, wenn ich gerade nicht aktiv bin. Dieses System ist nicht spektakulär. Es ist robust. Und Robustheit schlägt Glanz auf Dauer.

Du möchtest deine Notizen, Entscheidungen und fertigen Ergebnisse beim nächsten Mal wiederfinden? Mein KI-System gibt ihnen einen festen Ort in Notion. Du kannst mit deiner vertrauten KI weiterarbeiten und ergänzt nur die Funktionen, die du brauchst. So ist das KI-System aufgebaut →

Was ich über SEO heute anders denke

Vor zwei Jahren habe ich versucht «besser» zu schreiben. Mehr SEO, mehr Keywords, mehr Optimierung. Heute weiss ich: Das funktioniert in den ersten Monaten, dann ist es vorbei. Was wirklich trägt, ist nicht Optimierung, sondern Wiederholung mit Haltung. Genau das wurde im Webinar bestätigt, allerdings als Argument gegen Bloggen verwendet. Ich verwende es als Argument dafür.

Wer regelmässig schreibt, eine erkennbare Stimme hat und Themen vertieft, gewinnt langfristig. Wer optimiert ohne Substanz, gewinnt kurzfristig. Beides gleichzeitig wäre ideal, aber wenn ich wählen muss: lieber Substanz ohne SEO als SEO ohne Substanz. Mein Blog ist heute eher persönlicher geworden, nicht professioneller. Mehr ich, weniger Lehrbuch. Und genau das zieht die richtigen Leserinnen an, auch ohne Google-Top-10.

Mein Commitment, nach dem Webinar bewusst getroffen

Ich verpflichte mich, weiter zu bloggen. Zwei Artikel pro Woche, Montag und Donnerstag. Mit eigener Stimme, eigener Haltung, eigenen Geschichten. Nicht trotz KI, sondern bewusst mit KI als Unterstützung, ohne dass sie meine Stimme verdrängt. Nicht trotz Google-Wandel, sondern bewusst mit ihm: ich poste auf meiner eigenen Plattform, weil sie mir gehört.

Mein Commitment an dich: hier wirst du keine KI-Schreibe finden, die du an jeder Ecke schon gelesen hast. Du wirst Dinge lesen, die nur ich so denke, weil ich sie nur so erlebt habe. Mein Commitment an mich: nicht aufhören, auch wenn die nächste Welle «Blogs sind tot» wieder durchs Internet rollt, oder das nächste Webinar dasselbe wieder behauptet. Wer dranbleibt, gewinnt.

Du willst dein eigenes Blog-System bauen, das auch nach dem nächsten KI-Webinar noch trägt?
Im Kennenlernen schauen wir gemeinsam wo du gerade stehst und was als nächstes wirklich dran ist. 15 Minuten, kostenlos.

15 Minuten kennenlernen · 0 € →

Dein Takeaway

Ich war gestern in einem Webinar über KI, Google und SEO und habe danach beschlossen, lauter zu bloggen. Wenn du willst dass du gefunden wirst, brauchst du nicht mehr Content. Du brauchst echte Inhalte, die bleiben. Bloggen ist 2026 kein Auslaufmodell, sondern ein Gegengewicht zur Glätte. Veröffentliche lieber einen echten Gedanken pro Woche als fünf perfekte, die niemand berühren. Das gilt unabhängig davon, was Google macht, was KI ersetzt und was das nächste Webinar behauptet.

Und wo fängst du mit deinem eigenen Schreiben an?
Mein Business-Quiz «Womit fange ich an?» stellt dir sieben kurze Fragen zu deinem Alltag. Danach weisst du, was du heute noch als Erstes tun kannst. Du startest direkt.

Zum Business-Quiz →

Füchsische Grüsse, Diana 🦊

Lohnt sich Bloggen 2026 noch, trotz KI und Google-Wandel?

Ja. Gerade weil KI-Systeme auf echte, menschliche Inhalte angewiesen sind, wird Bloggen wertvoller. Blogartikel bleiben auffindbar, zitierbar und sind langlebiger als jeder Social-Media-Post. Auch wenn Google an Marktanteil verliert, bleibt dein Blog dein Eigentum.

Was sagen die KI-und-SEO-Webinare gerade, und was ist daran richtig?

Sie sagen meistens drei Dinge: Google verliert, KI ersetzt klassische Suchen, Blogs werden irrelevant. Die ersten zwei Punkte stimmen teilweise. Der dritte stimmt nicht: KI braucht echte Quellen, und Blogs sind die wichtigste davon. Was sich ändert ist nicht ob Blogs noch zählen, sondern wie sie auffindbar sind.

Kann KI meinen Blog ersetzen?

KI kann beim Schreiben unterstützen, aber sie ersetzt keine persönliche Haltung, keine echten Erfahrungen und keine individuelle Stimme. Genau das macht deinen Blog einzigartig.

Brauche ich neben dem Blog auch Social Media?

Nicht zwingend. Blog und Pinterest bilden zusammen ein System, das langfristig Sichtbarkeit aufbaut, auch ohne tägliches Posten. Social Media kann ergänzen, ist aber keine Voraussetzung. Pinterest übernimmt zunehmend die Rolle, die Google früher hatte.

Wenn du gern weiter mitlesen möchtest:
Montags schicke ich dir einen Gedanken aus meiner Arbeit und eine Anregung zum Ausprobieren. Du kannst die Mail lesen, wenn es passt, oder mir direkt darauf antworten. Zum Montags-Impuls →

Diana Fux, Mentorin für selbständige Frauen

Diana Fux · Mentorin für selbständige Frauen · Blick von aussen

Ich bin Diana und begleite selbständige Frauen bei Fragen zu ihrem Angebot, ihren Inhalten und der Umsetzung. Ich denke mit, frage nach und schaue mir an, was schon da ist. Hier im Blog teile ich eigene Erfahrungen über Business und Network, praktische Anregungen für deine Selfcare, Ordnung im System mit Notion und KI und Gastbeiträge anderer selbständiger Frauen. Fux macht's einfach: erst hinschauen, dann mutig los 🦊

Wenn du wissen möchtest, wie wir zusammenarbeiten können, findest du den Überblick bei meinen Angeboten. Angebote →

Du weisst nicht, was davon für dich gerade dran ist? Dann melde dich, ich antworte selbst. Kontakt →

Muster erkennen. Chaos ordnen. Klar entscheiden. Umsetzen.

8 Kommentare

  1. Liebe Diana,

    was für ein toller Artikel und du sprichst mir zu 100 % aus der Seele.

    Sehe das genau so wie du. Ohne uns Menschen wir die KI nur noch eine Karikatur, die sich ständig selbst wiederholt. Es ist weiterhin absolut wichtig, dass wir unser Meinung und unsere Haltung in die Welt bringen und genau wie du, werde ich nicht damit aufhören.

    Liebe Grüße Peggy

    P.S. Vielen lieben Dank auch für die Verlinkung auf meinen Blog.

    Antworten
    • Hi Peggy, vielen Dank, und echt schön das bloggen und Meinungen verbinden. P.S. gerne doch.

      Antworten
  2. Liebe Diana,

    wow, das ist wieder ein richtig genialer Beitrag.

    Beim Lesen hatte ich sofort diesen Gedanken: Bloggen ist noch lange nicht tot. Für mich fühlt es sich eher so an, als würde es gerade erst wieder richtig anfangen. Gerade weil so viele Selbstständige nach Wegen suchen, aus dem Social Media Hamsterrad auszusteigen.

    Und genau hier bekommt ein Blog wieder eine ganz neue Bedeutung. Vor allem in Kombination mit Pinterest, wie du es im Artikel beschrieben hast. Inhalte, die bleiben. Die gefunden werden. Die Tiefe haben dürfen.

    Am Ende schreiben wir nicht für die KI. Wir schreiben für Menschen. Für unsere Zielgruppe. Für die, die sich in unseren Worten wiederfinden sollen. KI darf dabei unterstützen, aber sie ersetzt keine Haltung, keine Erfahrung, keine echte Stimme.

    Deinen Gedanken teile ich sehr. Wenn wir aufhören würden zu schreiben, würde das Netz irgendwann nur noch von sich selbst lernen. Und genau das will ich auch nicht.

    Umso mehr freut es mich gerade, dass ich dank deiner liebevollen Schubser in der Business-Kaffeeküche 🫶🏼 endlich mit meinem eigenen Blog gestartet bin.

    Und vielleicht gestalten wir so das Netz ein kleines Stück menschlicher.

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • Liebe Jenny,

      vielen lieben Dank für deine lieben Worte! Es freut mich riesig zu hören, dass dir der Beitrag gefallen hat. Es ist genau diese menschliche Verbindung und der Austausch, die das Bloggen so wertvoll machen.

      Ich stimme dir voll und ganz zu, dass wir für Menschen schreiben und dass KI zwar hilfreich sein kann, aber niemals eine echte Stimme ersetzen kann. Es ist wichtig, dass wir unsere Haltung und Erfahrung einbringen und so das Netz ein Stück mitgestalten.

      Die „liebevollen Schubser in der Business-Kaffeeküche“ 🫶🏼 nehme ich sehr gerne als Kompliment entgegen und freue mich schon darauf, mehr Blogbeiträge von dir zu lesen und zu sehen, wie du deine Gedanken und Erfahrungen teilst, der erste war schon mega.

      Liebe Grüße
      Diana

      Antworten
  3. Es fühlt sich an, als ob langsam etwas kippt und Menschen wieder merken, wie oberflächlich, austauschbar und glatt KI-Texte sind. Die Mensche, die ich erreichen möchte, werden auch weiterhin meinen Blog lesen. Danke für das weitere Stückchen Zuversicht, das dein Beitrag mir gegeben hat 🙂
    Liebe Grüße
    Angela

    Antworten
    • Liebe Angela,

      vielen Dank für deinen herzlichen Kommentar! Es freut mich sehr zu lesen, dass mein Beitrag dir ein wenig Zuversicht geben konnte. Ich habe genau denselben Eindruck: Immer mehr Menschen sehnen sich nach echten, persönlichen Worten und Gedanken, die nicht nur glatt und austauschbar wirken. Es ist schön zu wissen, dass es diese Leserinnen und Leser wie dich gibt, die Authentizität und Persönlichkeit schätzen.

      Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude beim Bloggen und dass du deine Menschen erreichst, die deine Texte zu schätzen wissen. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Gedanken hier zu teilen!

      Füchsische Grüsse, Diana 🦊

      Antworten
  4. Liebe Diana,
    du sprichst mir aus der Seele. KI-generierte Texte sind flach und austauschbar. Artikel von uns BloggerInnen haben Substanz und werden auch deshalb in Zukunft relevant sein.

    Denn ich bin mir sicher: Nach der Begeisterung über die KI kommen die Ernüchterung und die Sehnsucht nach den „echten Menschen“ hinter den Artikeln.
    Menschen werden wieder vermehrt nach menschlichen Inhalten suchen.

    Herzliche Grüße
    Sonja

    Antworten
    • Liebe Sonja, danke dir, und ja, genau da liegt für mich der Punkt: Nicht die KI macht Texte flach, sondern das Verschwinden des Menschen dahinter. Ich schreibe ja täglich mit KI, aber die Momente, die Meinung und die schiefen Tage liefere immer noch ich. Werkzeug ja, Stimme nein. Und deine Beobachtung mit der Ernüchterung teile ich: Wer jetzt schon echt schreibt, muss nachher nichts zurückrudern. Füchsische Grüsse, Diana 🦊

      Antworten
Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert