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Ich hab vor zwei Wochen Google nach mir selbst gefragt. Als Test, weil ich wissen wollte, was die KI-Übersicht über mich erzählt, wenn jemand nach mir sucht. Und dann sass ich da und hab gelesen, wie Google meine Arbeit zusammenfasst: «Fux macht’s einfach». «Du bist die Nische». «Ordnung vor Strategie, Werkzeug vor Methode». Das waren halt einfach meine eigenen Sätze. Die KI hat über mich geredet, wie ich über mich rede.

Kennst du das, wenn du deinen Firmennamen googelst und irgendein Verzeichnis-Eintrag von 2019 auftaucht, mit einer Beschreibung, die klingt wie ein Steuerformular, oder ne. So war das bei mir vorher eigentlich auch. Ja. Und deshalb erzähl ich dir heute, was dazwischen passiert ist, mit echten Zahlen, auch mit den unbequemen.
Was ich verändert habe
Zwei Tage vor dieser Suche hab ich technisch aufgeräumt, zusammen mit meinem KI-System. Drei Dinge, alle unspektakulär:
Erstens: Meine Webseite sagt den Maschinen jetzt in einem Satz, wer ich bin. Derselbe Satz, der auch auf meiner Startseite steht, als Beschreibung im Code hinterlegt. Vorher stand da praktisch nichts, und die Maschinen mussten raten.
Zweitens: Meine Profile sind miteinander verknüpft. LinkedIn, Instagram, Pinterest, YouTube, alle zeigen im Code auf dieselbe Person. Für dich unsichtbar, für die KI ist es der Unterschied zwischen sechs verstreuten Fremden und einer Frau mit einem klaren Profil.
Drittens: Ich hab meinen Blog verschlankt statt vergrössert. Von 108 Artikeln auf 101, dafür 324 interne Verlinkungen, damit jeder Artikel zeigt, wohin er gehört. Danach hat die Google-KI statt 2 auf einmal 7 meiner Seiten als Quellen zitiert.
Das ist der Teil, der funktioniert hat. Und jetzt der Teil, den dir kaum jemand erzählt.
Die unbequeme Zahl
Klicks aus KI-Antworten auf meine Webseite: in 90 Tagen weniger als eine Handvoll. Genau. Die KI kennt mich, beschreibt mich richtig, zitiert meine Seiten, und schickt mir trotzdem fast niemanden rüber. Eine KI-Übersicht, die deine Arbeit perfekt zusammenfasst, kann dich sogar Klicks kosten, weil die Suchende ihre Antwort schon hat, bevor sie deine Seite je gesehen hat.
Ich hab diese Woche auch noch einen Geschwindigkeitstest über meine Seite laufen lassen. Technik weitgehend grün, Bestwerte bei den Grundlagen, die Seite springt beim Laden keinen Millimeter. Und oben drüber steht trotzdem: keine Daten von echten Nutzerinnen, zu wenig Besuch. Die Technik kann noch so sauber sein, sie holt dir allein niemanden ins Haus.
Präsenz und Klicks sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wer dir erzählt, du müsstest nur «KI-sichtbar» werden und dann läuft das Geschäft, verkauft dir die halbe Geschichte.
Was die Klicks wirklich bringt
Meine Suchdaten aus 12 Monaten zeigen es ziemlich schonungslos. Mit dem Kategorie-Begriff, also dem Wort, unter dem meine Branche halt so einsortiert wird, stehe ich auf Position 90. Chancenlos, da stehen Plattformen mit hundertfacher Stärke drüber. Mit einem gesprochenen Satz, so wie eine Frau ihn nachts wirklich ins Suchfeld tippt, steht dieselbe Seite auf Platz 2.
Und auf den Suchanfragen, die zu mir passen, stehe ich im Schnitt fast auf Position 5, und fast jede dritte Frau, die mich dort sieht, klickt auch. Die Frauen, die so suchen, wie ich schreibe, finden mich. Die Masse findet mich nicht, und das ist in Ordnung, weil die Masse auch nie meine Kundin war. So.
Deine fünf Minuten, heute noch
Frag die KI nach dir. Google-Suche mit deinem Namen plus deinem Thema, oder frag ChatGPT direkt: «Wer ist [dein Name] und wobei hilft sie?» Dann lies die Antwort laut und achte auf eine einzige Sache: Redet die Maschine in deiner Sprache über dich, mit deinen Worten, oder in Steuerformular-Deutsch?
Wenn deine Worte zurückkommen: Glückwunsch, deine Positionierung ist angekommen, jetzt brauchst du Inhalte, die die richtigen Frauen rüberholen. Wenn Formular-Deutsch zurückkommt oder gar nichts: Dann fehlt den Maschinen dein einer Satz, und den kannst du ihnen geben.
Ich hab den Test gestern Abend um elf nochmal gemacht, während dieser Artikel entstand. Googles Antwort auf die Frage, wer ich bin und wobei ich helfe: meine eigene Zeile «du bist die Nische», meine 30-Minuten-Routine mit Notion und Claude, und sogar der Satz, dass meine Systeme auch dann tragen, wenn ich mal ausfalle. Die Maschine liest mit, Woche für Woche.

Genau diese Sorte Arbeit läuft bei mir nebenher, mit meinem KI-System, das meine Sprache kennt und meine Seiten pflegt, während ich am Küchentisch die eigentliche Arbeit mache. Mit KI, nicht von KI. Wie das aufgebaut ist, steht hier: mein KI-System mit Claude und Notion.
Häufige Fragen dazu
Wie finde ich heraus, was die Google-KI über mich sagt?
Google deinen Namen plus dein Thema, oder frag ChatGPT direkt: «Wer ist [dein Name] und wobei hilft sie?» Lies die Antwort laut und achte darauf, ob die Maschine in deiner Sprache über dich redet oder in Steuerformular-Deutsch.
Bringt mir KI-Sichtbarkeit automatisch mehr Besucherinnen?
Ehrlich: nein. Bei mir kannte die KI mich, zitierte meine Seiten und schickte trotzdem in 90 Tagen weniger als eine Handvoll Klicks. Präsenz und Klicks sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Klicks bringen bei mir die gesprochenen Suchfragen als Titel.
Wie werde ich von ChatGPT oder Claude empfohlen?
Die KIs lesen Websites und empfehlen, was dort wörtlich steht. Wenn eine Suchende sagt «ich brauche jemanden, der X von Anfang an mitdenkt», wird die empfohlen, auf deren Seite genau dieser Satz steht. Schreib auf, was für dich selbstverständlich ist.
Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
SEO sorgt dafür, dass Google deine Seite in der Ergebnisliste zeigt. GEO sorgt dafür, dass KI-Antworten dich richtig beschreiben und zitieren. Beides beginnt am selben Ort: mit klaren Sätzen auf deiner Website.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊


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