Der dritte Gruppencall diese Woche ist vorbei. Du klappst den Laptop zu, schaust auf deine Aufgabenliste, und sie ist länger als vor dem Coaching. Die Frage, mit der du gekommen bist, steht immer noch ganz oben.
Ich finde, dann lohnt sich zuerst ein ehrlicher Blick auf die Zusammenarbeit: Was war vereinbart, was ist passiert, und was fehlt dir gerade? Den Kauf musst du dabei nicht verteidigen, nur weil schon Geld und Zeit drinstecken.
Was hattest du dir von der Begleitung erhofft?
Schreib deine Erwartung möglichst konkret auf. Wolltest du ein Angebot ausarbeiten, deine Website verständlicher machen oder Rückmeldung bekommen, während du etwas umsetzt? Daneben kommt, was du bisher erhalten hast.
Eine Sammlung von Lektionen kann hilfreich sein. Wenn du jedoch eine Rückmeldung zu deinem Entwurf erwartet hast und diese gar nicht zum Angebot gehört, erklärt das einen Teil der Enttäuschung. Dann braucht es eine Klärung des Umfangs und der nächsten Möglichkeiten.
Ich finde, diese Fragen gehören bereits vor eine Buchung. Welche Arbeit machen wir gemeinsam, was liegt bei dir, wie bekommst du Antworten und welche Termine sind dafür vorgesehen? Auch ein hoher Preis macht diese Angaben nicht überflüssig.
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Wenn Aufgaben mehr werden, als du unterbringen kannst
Schau mit der Anbieterin auf eine konkrete Woche. Welche Aufgaben sind für dein Ziel erforderlich, welche dienen als Ergänzung, und was lässt sich später bearbeiten? Ein Plan sollte dir eine Reihenfolge ermöglichen. Wenn alles gleichzeitig dringend bleibt, ist das ein Punkt für das nächste Gespräch.
Eine mögliche Formulierung dafür ist: «Ich habe diese Aufgaben vor mir und diese Zeit zur Verfügung. Mein wichtigstes Anliegen ist weiterhin dieses hier. Welche Aufgabe bearbeiten wir zuerst, und welche lasse ich vorerst liegen?»
Damit beschreibst du deine Situation, ohne dich für deinen Alltag entschuldigen zu müssen. Ob du Termine verschieben oder Teile der Begleitung pausieren kannst, muss mit der Anbieterin und dem vereinbarten Rahmen geklärt werden. Ich würde dir dazu keine pauschale Drei-Wochen-Pause verordnen.
Rückmeldung muss an deiner Arbeit ansetzen
Wenn dein Text noch nicht verständlich ist, brauchst du eine Erklärung dafür, wo die Leserin aussteigt. Wenn dein Angebot unklar bleibt, braucht es Fragen zum Inhalt und zur Zusammenarbeit. Mit «Du musst mehr an dich glauben» ist diese Arbeit für mich noch nicht getan.
Das gilt auch für meine Begleitung. Du sollst nachvollziehen können, worauf sich meine Rückmeldung bezieht und was du damit anfangen kannst. Wenn ich etwas anders sehe, benenne ich die konkrete Stelle. Ob du meinen Vorschlag übernimmst, entscheidest du.
Eine Zusammenarbeit darf auch unbequem sein, etwa wenn wir merken, dass ein Text die versprochene Leistung noch nicht erklärt. Das ist etwas anderes als eine Abwertung deiner Person. Ich möchte mit dir an der Sache arbeiten können, ohne dass du dich dabei rechtfertigen musst, wie ernst du dein Business nimmst.
Ein Geschäftsziel ist keine Zusage
Du kannst dir mehr Anfragen oder einen bestimmten Umsatz vornehmen. In einer Begleitung lässt sich vereinbaren, welche Arbeit dafür angegangen wird und wie ihr eure Beobachtungen besprecht. Daraus folgt keine Zusage, dass dieses Ergebnis nach einer bestimmten Zahl von Monaten erreicht ist.
Ich würde weder Umsatzverdoppelung versprechen noch aus dem gewünschten Tempo eine gesundheitliche Prognose ableiten. Vor einer Zusammenarbeit möchte ich verstehen, was du vorhast und welche Möglichkeiten du gerade hast. Danach lässt sich über einen passenden Arbeitsumfang sprechen.
Was du vor einer weiteren Buchung klären solltest
Wenn die bisherige Begleitung nicht passt, muss die nächste Entscheidung nicht sofort ein neues Programm sein. Halte fest, was dir gefehlt hat. War es Rückmeldung auf dein Material, eine verständliche Reihenfolge oder die Möglichkeit, während der Umsetzung Fragen zu stellen?
Mit diesen Fragen kannst du sowohl die bestehende Zusammenarbeit ansprechen als auch ein anderes Angebot prüfen. Du brauchst dafür keine Erklärung, weshalb du damals gekauft hast. Deine heutigen Erkenntnisse reichen als Grundlage für die nächste Entscheidung.
Wenn dich das hier trifft, dann liest du als Nächstes:
Häufige Fragen
Warum hilft mir ein Coaching nicht, obwohl ich viel umsetze?
Dafür gibt es verschiedene mögliche Gründe. Vergleiche dein Anliegen mit den tatsächlich bearbeiteten Aufgaben und der vereinbarten Unterstützung, bevor du daraus ein Urteil über dich oder die Anbieterin machst.
Wann ist Mentoring passender als Coaching?
Die Bezeichnungen allein erklären die Arbeitsweise nicht zuverlässig. Frag konkret, ob die Person mit dir an Entwürfen arbeitet, eigene Erfahrungen einbringt, Fragen stellt oder andere Formen der Unterstützung anbietet.
Wie erkenne ich, ob die Zusammenarbeit zu mir passt?
Du solltest verstehen, wie gearbeitet wird, welche Rückmeldung du bekommst und was du selbst leisten sollst. Prüfe auch, ob du Fragen und Einwände ansprechen kannst.
Was brauche ich, wenn ich überfordert bin?
Für deine Business-Aufgaben kann es helfen, Umfang und Reihenfolge gemeinsam zu klären. Ob du darüber hinaus Unterstützung brauchst, lässt sich aus einem Blogartikel nicht beurteilen.
Woran merke ich zusätzlichen Druck?
Benenne konkrete Situationen, etwa wiederholte Zusatzaufgaben ohne Priorisierung oder abwertende Antworten auf Rückfragen. Darüber lässt sich sprechen, ohne der anderen Person Motive zu unterstellen.
Liegt es an mir, wenn ein Format nicht funktioniert?
Diese Frage ist zu pauschal. Schau auf Erwartungen, vereinbarte Leistungen, deine Möglichkeiten und den bisherigen Verlauf.
Was sollte vor einer Buchung geklärt sein?
Anliegen, Leistungsumfang, Kontaktwege, Termine, Kosten und die vorgesehene eigene Arbeit. Unklare Punkte gehören vor der Entscheidung auf den Tisch.
Wie finde ich als leise Unternehmerin eine passende Begleitung?
Schau auf die konkrete Gesprächs- und Arbeitsweise. Du musst dich weder für eine grosse Gruppe entscheiden noch ein bestimmtes Auftreten übernehmen, um Unterstützung zu nutzen.
Was mache ich nach einer enttäuschenden Investition?
Halte fest, was du erwartet und erhalten hast, und sprich offene Fragen an. Für eine weitere Buchung kannst du daraus genauere Prüffragen ableiten.
Muss ich erst mein ganzes Fundament alleine erarbeiten?
Du kannst mit der Frage beginnen, die jetzt ansteht. Eine mögliche Begleitung sollte dir erklären können, welche Vorarbeit sie dafür braucht.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊
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Wenn du gern weiter mitlesen möchtest:
Montags schicke ich dir einen Gedanken aus meiner Arbeit und eine Anregung zum Ausprobieren. Du kannst die Mail lesen, wenn es passt, oder mir direkt darauf antworten. Zum Montags-Impuls →

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