Teure Coachings:

Meine ehrlichsten Learnings (und warum teuer nicht automatisch besser ist)

Im Geschäftsleben gibt es diese entscheidenden Momente, in denen man denkt: „Jetzt investiere ich. Jetzt wird es ernst. Jetzt komme ich endlich voran.“  Man entscheidet sich für ein Coaching – nicht irgendeins, sondern ein teures.  Vielleicht begleitet von Herzklopfen, vielleicht von Hoffnung, vielleicht aber auch von dem Gedanken: „Wenn es so viel kostet, dann muss es ja gut sein.“

Und dann?

Dann merkst du manchmal:
Teuer war es auf jeden Fall.
Aber hilfreich? Tragend? Passend? Ehrlich begleitet?

…nicht unbedingt.

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Teure Coachings gut oder schlecht?

Ich schreibe diesen Artikel nicht, um Coaching zu kritisieren.  Als Mentorin selbst, glaube ich fest an die Kraft der Begleitung, an Abkürzungen und daran, dass wir nicht alles alleine bewältigen müssen.

Aber ich glaube nicht daran, dass ein hoher Preis automatisch Qualität bedeutet.

Und ich glaube schon gar nicht daran, dass jede Frau ein High-Ticket-Coaching braucht, um erfolgreich zu werden.

👉 Lesetipp: Warum ein Business Coaching für Frauen oft scheitert – und wie du es besser machen kannst

Also hier sind sie:

Learning 1: Teuer ist oft erstmal nur teuer

Ich sag’s, wie es ist:

Ein hoher Preis macht ein Coaching nicht automatisch gut.
Er macht es erstmal nur… teuer.

Ja, manchmal steckt echte Tiefe dahinter.
Ja, manchmal sind Erfahrung, Struktur, Support und Qualität den Preis absolut wert.

Aber manchmal bezahlst du auch für:

  • große Worte
  • schicke Verpackung
  • Status-Sprache
  • Verkaufspsychologie
  • das Gefühl, „jetzt endlich richtig unterwegs zu sein“

Und das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn viele verwechseln:
hoher Preis = hohe Qualität

Dabei hängt ein gutes Coaching von ganz anderen Dingen ab:

  • Passt die Person wirklich zu dir?
  • Versteht sie deine aktuelle Lage?
  • Ist das, was sie lehrt, für dich überhaupt umsetzbar?
  • Bekommst du echte Begleitung oder nur Motivation auf Ansage?
  • Passt das Timing in dein Leben, dein Nervensystem, deinen Alltag?

Ein hoher Preis ersetzt keine echte Passung. Punkt.

Learning 2: Warum viele Coachings so teuer sind (und warum das nicht automatisch böse ist)

Jetzt kommt der unbequeme Teil, über den viele nicht reden.

Viele Coachings sind teuer, weil das Businessmodell dahinter so gebaut ist.

Wenn du keine riesige Reichweite hast, ist es schwer, ein kleines Produkt an viele Menschen zu verkaufen.
Also machen viele genau das, was ihnen geraten wird:

„Verkaufe lieber ein teures Angebot an wenige.“

Aus Business-Sicht ist das nachvollziehbar:

  • planbareres Einkommen
  • weniger Kundinnen nötig
  • schnellerer Umsatz
  • mehr Sicherheit

Das Problem ist nicht der Preis an sich.

Das Problem entsteht dann, wenn die Verkaufslogik wichtiger wird als die Kundenrealität.

Wenn es mehr darum geht, den Monat zu finanzieren, als die Kundin wirklich gut zu begleiten.
Wenn „High Ticket“ zum Ziel wird – statt echte Transformation.

Und ja:
Das passiert öfter, als offen zugegeben wird.

Learning 3: In vielen Coachings bist du nach dem Kauf nur noch eine Nummer

Vor dem Kauf:
Nähe. Aufmerksamkeit. DMs. „Ich sehe dich.“ „Du bist so weit.“ „Das wird dein Durchbruch.“

Nach dem Kauf:
Gruppen-Call. Standardantwort. Warte auf den nächsten Termin. „Hast du schon das Modul geschaut?“

Autsch. Ich weiß.

Und nein, das gilt nicht für alle. Es gibt fantastische Räume da draußen.
Aber es gilt für genug, dass wir darüber reden sollten.

Viele Frauen fühlen sich nach einer teuren Investition nicht begleitet, sondern abgearbeitet.

Und gerade sensible, introvertierte oder harmonieorientierte Frauen merken das sehr schnell:
Sie spüren, ob sie wirklich gesehen werden, oder nur Teil eines Systems sind.

Du brauchst nicht noch einen Raum, in dem du dich wieder anpassen musst.
Du brauchst einen Raum, in dem du wachsen kannst.

Learning 4: Instagram-Nähe ist nicht automatisch echte Begleitung

Nur weil jemand nahbar wirkt, heißt das nicht, dass er oder sie dich gut begleiten kann.

Storys können Nähe erzeugen.
Launches können emotional sein.
Worte können berühren.

Aber:

Story-Nähe ist nicht dasselbe wie tragfähige Begleitung.
Sichtbarkeit ist nicht dasselbe wie Kompetenz.
Verkaufen können ist nicht dasselbe wie halten können.

Das klingt hart. Ist aber wichtig.

Denn viele buchen nicht nur ein Angebot.
Sie buchen ein Gefühl.

Und wenn dieses Gefühl nach dem Kauf nicht mehr da ist, beginnt oft die innere Schleife:

  • „Vielleicht bin ich einfach nicht committed genug.“
  • „Vielleicht setze ich es falsch um.“
  • „Vielleicht liegt’s an mir.“

Nein. Nicht immer.

Manchmal war das Coaching einfach nicht passend.
Und das darf man auch so benennen.

👉 Lesetipp: Überfordert trotz Business Coaching? Das habe ich in einem Jahr als Mentorin gelernt

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Learning 5: Manchmal wächst man auseinander, und das ist okay

Auch das gehört zur Wahrheit dazu.

Ich wurde selbst schon aus einer Membership rausgeschmissen, weil ich eben die Dinge beim Namen angesprochen habe, verarschen lass ich mich ungern.

Und ganz ehrlich?
Ich habe selbst auch schon Menschen aus meiner Membership gehen lassen müssen.

Nicht aus Bosheit.
Nicht aus Machtspielchen.
Sondern weil es energetisch, menschlich oder vom Rahmen her nicht mehr gepasst hat.

Das ist kein schönes Thema. Aber ein echtes.

Coaching ist nicht einfach nur „Produkt gekauft = Leistung geliefert“.
Coaching ist Beziehung. Dynamik. Verantwortung. Passung.

Und manchmal passt es irgendwann nicht mehr.

Das ist nicht automatisch ein Versagen.
Es ist manchmal einfach ein Zeichen, dass sich Wege verändert haben.

Wichtig ist nur:
Wie geht man damit um?
Ehrlich? Respektvoll? Klar? Oder mit Ego und Drama?

Auch daran erkennst du Qualität.

Learning 6: Die besten Begleiterinnen sind oft nicht 30 Stufen vor dir

Das ist eines meiner größten Learnings.

Du brauchst nicht zwingend die Person, die schon auf Bühne 17 steht, 6 Teams hat und morgens beim Kaffee „mal eben“ fünfstellige Launches macht.

Kann inspirierend sein? Klar.
Kann hilfreich sein? Vielleicht.

Aber oft ist die Spanne zu groß.

Wenn jemand 30 Stufen über dir ist, kann es passieren, dass die Person deine aktuelle Realität gar nicht mehr richtig fühlt:

  • deine Zweifel
  • dein Ideenchaos
  • deine Überforderung
  • deine Angst vor Sichtbarkeit
  • deine finanziellen Grenzen
  • deinen Alltag zwischen Leben und Business

Und dann bekommst du Strategien, die auf dem Papier gut klingen, aber in deinem echten Leben nicht landen.

Ich erinnere mich noch genau an die vielen Male, an denen ich mich für unfähig hielt, nur weil ich meine Ziele nicht erreichen konnte. Natürlich war es ja auch nicht der richtige Zeitpunkt dafür (ich war auf Stufe 6 nicht 30).

👉 Lesetipp: Online-Business starten: Wunschtraum oder echter Weg?

Was ich heute viel öfter empfehle:

Arbeite mit Menschen, die auf Augenhöhe sind oder 2–3 Schritte vor dir.

Menschen, die:

  • die Phase noch kennen, in der du gerade bist
  • sich reinversetzen können
  • praxisnah begleiten
  • nicht nur Wissen, sondern Umsetzung mitdenken
  • oft auch finanziell erreichbarer sind

Nicht weil billig besser ist.
Sondern weil Passung besser ist.

Learning 7: Ein gutes Coaching erkennst du nicht am Preis, sondern an der Haltung

Wenn du heute überlegst, etwas zu buchen, dann schau nicht nur auf den Preis oder die große Versprechung.

Schau auf die Haltung.

Frag dich zum Beispiel:

  • Fühle ich mich wirklich gesehen – oder nur überzeugt?
  • Gibt es Raum für meine Realität (Energie, Familie, Tempo, Ängste)?
  • Wird Umsetzung begleitet – oder nur Input geliefert?
  • Darf ich Fragen stellen, ohne mich dumm zu fühlen?
  • Ist das ein Raum für echte Entwicklung – oder für Selbstdarstellung der Coachin?
  • Macht mir der Preis Druck oder gibt er mir ein gutes, klares Ja?
  • Würde ich das auch buchen, wenn niemand darüber reden würde?

Und ein sehr wichtiger Punkt:

Buch nicht aus FOMO. Buch aus Klarheit.

Denn ein Coaching kann dich tragen.
Oder es kann dich zusätzlich belasten.

Was ich dir heute mitgeben möchte (wenn du gerade suchst)

Du musst nicht das teuerste Coaching buchen, um ernst genommen zu werden. Du musst dich nicht finanziell überfordern, um „committed“ zu sein. Und du musst auch nicht in Räume gehen, die dich klein machen, nur weil sie glänzend vermarktet sind. Du darfst weise wählen und auf dein Gefühl hören, während du deinen Verstand einschaltest. Du darfst Fragen stellen, prüfen, Nein sagen und dir Zeit für Entscheidungen nehmen.

Wenn du dann buchst, wünsche ich dir einen Raum, in dem du nicht nur zahlst, sondern wirklich wächst. Einen Raum mit echter Begleitung, Klartext, Menschlichkeit und Umsetzung – nicht nur mit großen Worten.

Und ja: Ich verdiene auch Geld mit meiner Arbeit – aber anders

Ich will, dass meine Kundinnen vorankommen. Wirklich.

Ich will, dass sie klarer werden, mutiger werden, sichtbarer werden.
Ich will, dass aus „Ich müsste mal…“ ein „Ich hab’s gemacht“ wird.

Natürlich arbeite ich nicht umsonst.
Aber ich arbeite auch nicht nach dem Prinzip:
Hauptsache verkauft.

Mir geht es nicht nur um meinen Umsatz.
Mir geht es darum, dass du am Ende sagen kannst:

„Ich wurde gesehen. Ich wurde ehrlich begleitet. Und ich bin weitergekommen.“

Das ist für mich der Unterschied.

FAQ

Falls du dir beim Lesen gedacht hast: „Ja, aber woran erkenne ich denn jetzt ein gutes Coaching wirklich?“ – hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten, die dir vor einer Buchung helfen können.

1.Sind teure Coachings automatisch besser?
Nein. Ein hoher Preis kann Qualität bedeuten, muss es aber nicht. Entscheidend sind Passung, Begleitung, Umsetzbarkeit und die Haltung der Coachin – nicht nur der Preis.

2.Warum sind viele Coachings so teuer?
Oft steckt eine Business-Logik dahinter: Wenn jemand keine große Reichweite hat, werden höhere Preise genutzt, um mit weniger Kundinnen den Umsatz zu sichern. Das ist nicht automatisch schlecht – problematisch wird es, wenn Verkauf wichtiger wird als echte Begleitung.

3.Woran erkenne ich ein gutes Coaching?
Ein gutes Coaching erkennst du daran, dass du dich gesehen fühlst, Fragen stellen darfst, deine Realität mitgedacht wird und du nicht nur Input bekommst, sondern echte Unterstützung in der Umsetzung.

4.Sollte ich lieber bei einer sehr bekannten Coachin buchen?
Nicht unbedingt. Bekanntheit oder große Reichweite bedeuten nicht automatisch, dass die Begleitung zu deiner aktuellen Situation passt. Oft helfen Menschen mehr, die 2–3 Schritte vor dir sind und deine Phase noch gut nachvollziehen können.

5.Was ist wichtiger als der Preis eines Coachings?
Wichtiger als der Preis sind Passung, Vertrauen, Klarheit über Inhalte, Begleitung im Prozess und die Frage, ob das Angebot zu deiner Lebensrealität, Energie und deinem Tempo passt.

6.Ist es ein Fehler, ein unpassendes Coaching gebucht zu haben?
Nein. Es ist oft ein teures Learning – aber trotzdem ein Learning. Viele Selbstständige sammeln solche Erfahrungen. Wichtig ist, dass du daraus Kriterien für zukünftige Entscheidungen ableitest, statt an dir selbst zu zweifeln.

7.Wie kann ich vor dem Buchen besser prüfen, ob ein Coaching passt?
Stell konkrete Fragen: Wie läuft die Begleitung ab? Wie individuell ist der Support? Was passiert bei Unsicherheiten? Für wen ist das Angebot nicht geeignet? Buch nicht aus Druck oder FOMO, sondern aus Klarheit.

Mein Schlussgedanke

Wähle weise, wenn du dich bindest.
Nicht nur in der Liebe – sondern auch im Coaching.

Denn du investierst nie nur Geld.
Du investierst Vertrauen, Zeit, Energie und Hoffnung.

Und das ist zu wertvoll für leere Versprechen.

Wenn du gerade überlegst, ein Coaching zu buchen, dann nimm diesen Artikel gern als Erinnerung mit:
Du musst nicht beeindruckt sein. Du darfst prüfen.

Und jetzt interessiert mich deine Erfahrung:
Hast du schon mal ein Coaching gebucht, das teurer war als hilfreich – oder eines, das dich wirklich getragen hat?

Du willst wissen, was bei dir wirklich dran ist?

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Erzähl mir gern in den Kommentaren, was für dich heute den Unterschied macht.

Klare Grüsse, Diana

Autorin Diana Fux und ihre Gäste

Autorin Diana Fux und ihre Gäste

Fux macht’s einfach.

Systeme · Sichtbarkeit · Umsetzung


Muster erkennen. Chaos ordnen. Klar entscheiden. Umsetzen.

Was hat’s bei dir ausgelöst – Zustimmung, Widerstand, Fragezeichen?

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Hi, ich bin Diana

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Ich zeige dir, was wirklich dran ist.

Ich arbeite mit selbstständigen Frauen, die viel wissen – aber sich im Tun verlieren.

Nicht mit Motivationsformeln, sondern mit klarer Priorisierung.

Muster erkennen. Chaos ordnen. Klar entscheiden. Umsetzen

Liebe Diana, ich habe erst jetzt wieder festgestellt wie viel mir deine Begleitung gebracht hat und immer noch bringt.

Wenn ich selber mal wieder hänge, versuche ich mir deine Worte vorzustellen und das hilft mir sehr.

Dein Kollektiv ist nochmal mehr als das SoulNet und es hilft mir so in der Entwicklung zu bleiben.

Macht richtig Spaß

Anonym

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