Diana Fux
Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Selbstzweifel als Selbstständige überwinden: Wie du Lottchen endlich stummschaltest

Du weisst was du kannst, und trotzdem redet dir eine Stimme im Kopf ständig rein?
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Du bist selbständig, weisst was du kannst, hast Kundinnen die dir das zurückspielen. Und trotzdem flüstert dir eine Stimme im Kopf: „Das kannst du nicht. Wer braucht das schon. Andere können es besser. Du blamierst dich gleich.“

Diese Stimme hat einen Namen bei mir. Ich nenne sie Lottchen. Sie taucht immer dann auf, wenn ich etwas Neues wagen will, einen Preis erhöhen, mich öffentlich positionieren. Sie meint es gut, glaubt sie. Sie will mich schützen, glaubt sie. Aber was sie wirklich tut, ist mich klein halten.

Du hast vermutlich auch eine Lottchen. Sie heisst vielleicht anders. Aber das Muster ist universell. Hier kannst du verstehen, woher sie kommt und wie du sie stummschalten kannst, ohne sie loswerden zu müssen.

Woher kommt Lottchen eigentlich?

Lottchen ist nicht zufällig in deinem Kopf. Sie ist ein Schutzmechanismus, der irgendwann in deinem Leben sinnvoll war. Vielleicht wurdest du als Kind kritisiert, wenn du laut warst. Vielleicht hast du erlebt dass Sichtbarkeit Konsequenzen hat. Vielleicht hat dich jemand klein gemacht und du hast gelernt: kleiner bleiben ist sicherer.

Lottchen hat damals etwas gut gemacht. Sie hat dich beschützt. Aber sie ist nie aufgewachsen. Sie ist immer noch die innere Stimme von damals, mit denselben Methoden. Klein bleiben, leise sein, nicht auffallen. Was damals Schutz war, ist heute Bremsklotz.

Was Lottchen mit deinem Business macht

Lottchen sabotiert nicht spektakulär. Sie sabotiert leise. Du schreibst eine Salespage und sie sagt „das klingt arrogant“. Du nimmst sie ernst und schreibst es weicher. Aus 1.000 Euro werden 700. Aus „ich bin Expertin“ wird „ich kann ein bisschen“. Aus klarer Position wird Hedging.

Im Aussen merkt das niemand sofort. Es sind tausend kleine Abweichungen, die zusammen ein Business kleiner machen als es sein könnte. Du verlierst Aufträge an Anbieterinnen die weniger können als du, aber lauter sind. Nicht weil sie besser sind. Sondern weil ihre Lottchen leiser war.

5 Wege, wie du Lottchen stummschaltest

Weg 1: Benenne sie. Geben Sie der Stimme einen Namen. Lottchen, oder wie immer du sie nennen willst. Sobald sie einen Namen hat, ist sie eine Stimme unter anderen. Vorher war sie „die Wahrheit“. Jetzt ist sie eine Meinung.

Weg 2: Schreib ihre Sätze auf. Wenn Lottchen auftaucht, halt inne und schreib auf was genau sie sagt. Wörtlich. Beobachte sie wie eine fremde Person. Du wirst merken, dass dieselben Sätze immer wieder kommen. Sie ist nicht kreativ. Sie hat ein kleines Repertoire.

Weg 3: Antworte ihr aus Erwachsenen-Sicht. Lottchen sagt: „Das kannst du nicht.“ Du antwortest: „Doch, ich habe es schon dreissig Mal gemacht. Hier sind drei Beispiele.“ Sie wird nicht aufhören zu rufen, aber sie hat plötzlich Gegenrede.

Weg 4: Handle, während sie ruft. Du musst nicht still in dir sein um zu handeln. Du darfst handeln mit klopfendem Herzen. Lottchen wird draussen sein, das Schreiben passiert trotzdem. Senden, abschicken, posten. Mut ist nicht ohne Angst, Mut ist mit Angst trotzdem machen.

Weg 5: Hol dir Beweise aus dem Aussen. Eine Mentorin, eine Buddy-Frau, eine Kundin die dir sagt „so wie du gerade schreibst, ist das richtig“. Lottchen verstummt nicht durch dich, sie verstummt durch glaubwürdige Gegenstimmen.

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Was du heute tun kannst

Nimm zehn Minuten. Schreib auf was du diese Woche nicht gemacht hast, obwohl du es eigentlich wolltest. Daneben schreib welcher Lottchen-Satz dich gestoppt hat. „Wer braucht das schon.“ „Das wird sowieso nichts.“ „Ich blamier mich nur.“

Wenn du den Satz aufgeschrieben hast, ist er aus deinem Kopf raus und auf Papier. Da kann er nicht mehr unerkannt regieren. Du darfst entscheiden: stimmt er, oder ist er Lottchen? Wenn er Lottchen ist, mach trotzdem den Schritt. Mit klopfendem Herzen, aber machen.

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Dein Takeaway

Lottchen ist deine innere Kritikerin und sie lügt. Sie entstand einst als Schutzmechanismus, kennt aber nur eine Strategie: klein bleiben. Du musst sie nicht besiegen. Wenn du sie benennst, ihre Sätze hinterfragst und trotzdem handelst, mit klopfendem Herzen, aber handelnd, wird sie mit der Zeit leiser.

Füchsische Grüsse, Diana 🦊

Muss ich Lottchen ganz loswerden, bevor ich sichtbar werden kann?

Nein. Ziel ist nicht Stille im Kopf, sondern ein anderes Machtverhältnis: Lottchen darf da sein, aber sie trifft keine Geschäftsentscheidungen mehr. Du kannst trotzdem posten, anbieten, fordern, wenn sie laut wird. Mit klopfendem Herzen, aber handelnd.

Was mache ich, wenn Lottchen vor Launches oder Preiserhöhungen ausrastet?

Nimm es als Signal, dass du an einer Wachstumskante stehst. Schreib ihre Sätze auf und beantworte sie bewusst aus der Erwachsenen-Perspektive. Hol dir eine zweite Stimme, die deine Erfahrung sieht und dir spiegelt.

Wie kann ich mit Selbstzweifeln umgehen, ohne mich ständig zu mindset-optimieren?

Du musst nicht jeden Gedanken wegcoachen. Oft reicht es, Lottchen zu bemerken, zu benennen und trotzdem eine kleine Handlung zu tun. Handlung in deinem Tempo verändert mehr als endloses Reflektieren.

Was, wenn Lottchen recht hat und ich wirklich noch nicht so weit bin?

Selbstkritik wird hilfreich, wenn sie konkret wird. Statt „ich bin nicht gut genug“ frag: „was genau fehlt mir hier noch?“ Vielleicht Struktur, ein Praxisbeispiel oder Feedback. Das ist umsetzbar, „nicht gut genug“ ist es nicht.

Kann ich Selbstzweifel allein bearbeiten oder brauche ich Begleitung?

Vieles kannst du selbst verändern. Begleitung hilft vor allem dann, wenn du seit Monaten an der gleichen Schwelle stehst und nicht drüber kommst. Du musst dich nicht zusammenreissen, du darfst dir Unterstützung holen.

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Diana Fux, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen

Diana Fux

Ich bin Diana, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen. Ich helfe dir, Muster zu erkennen, Chaos zu ordnen und endlich umzusetzen, was du schon längst weisst.

Nicht mit mehr Theorie. Sondern mit einem ehrlichen Blick auf das, was bei dir wirklich dran ist.

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