Judith Peters hat in ihrem Newsletter ein Format weitergereicht, das ursprünglich von Linda Kunze kommt, den Monat in sieben Gedanken. Ich hab sofort gemerkt. Ja. Das passt zu mir, weil mein Mai eben kein lauter Monat war, sondern einer zum Sortieren. Also halt: hier sind meine sieben.
1. Es war ein Monat zum Denken, nicht zum Abhaken
Wenn ich ehrlich zurückschaue, hab ich im Mai mehr entschieden und erkannt als produziert. Lange dachte ich schon, ein guter Monat ist einer mit vielen fertigen Dingen auf der Liste. Eigentlich war es einer, in dem ich Weichen gestellt hab, die man von aussen gar nicht sieht. Und das zählt genauso.
2. Der Knoten hat einen Namen bekommen
Über Wochen hab ich an einer Frage geschliffen, für wen ich eigentlich noch da bin und was mich von den vielen anderen unterscheidet. Irgendwann Ende Mai ist es klar geworden, und zwar in dem Moment, als ich aufgehört hab, über meine Angebote zu reden, und angefangen hab, über das zu reden, was die Frau vor mir sich wirklich wünscht. Klingt klein. War der ganze Unterschied.
3. Sichtbar bleiben, ohne lauter zu werden
Ich hab im Mai mein Instagram aufgeräumt, bin Leuten entfolgt, das Zurück-Liken sein lassen und angefangen, wieder mehr zu produzieren als zu konsumieren. Das Komische daran: es fühlt sich nicht nach weniger an, sondern nach ruhiger. Sichtbar sein heisst bei mir nicht, jeden Tag zu strampeln, bis ich nach zwei Stunden Reel-Basteln entnervt aufgebe. Es heisst, verlässlich da zu sein, auf meine Art. So.
4. Mein wichtigstes Werkzeug nimmt mir nicht die Hand vom Steuer
Ich arbeite inzwischen sehr eng mit KI, und im Mai hab ich oft erklären müssen, was das genau heisst. Es heisst nicht, dass eine Maschine entscheidet, wer ich bin und was ich sage. Im Gegenteil, mir werden die zähen, langweiligen Teile abgenommen, damit ich den Kopf frei hab für das, was nur ich kann. Die Kontrolle bleibt bei mir. Das unterschätzen die meisten bis heute.
5. Ich hab verstanden, was ich eigentlich verkaufe
Das war vielleicht meine grösste Erkenntnis im Mai. Ich hab jahrelang geglaubt, ich verkaufe Ergebnisse, das fertige System, die schöne Seite, den vollen Kalender. Eigentlich verkaufe ich meine Arbeit, das Mitdenken, das Ordnen, das gemeinsame Dranbleiben. Eine Freundin hat mich neulich um Rat gefragt, und mittendrin hab ich gemerkt, genau dafür bezahlen mich Menschen. Nur dass ich es vorher nie so genannt hab.
6. Hochglanz und Wert sind zwei verschiedene Dinge
Bei einem Gespräch im Mai ist mir aufgefallen, wie schnell wir Hochglanz mit Wert verwechseln. Das Schönste sieht oft am wertvollsten aus, und das Stillste wird überhört. Ich hab für mich entschieden, dass ich lieber die bin, die zwei, drei Schritte vorausgeht und es ehrlich zeigt, als die, die dreissig Schritte voraus glänzt und der niemand mehr folgen kann. Ne, das bin ich nicht.
7. Ich bin Networkerin. Und das ist neuerdings kein Widerspruch
Ich hab vor Jahren mit Network Marketing angefangen, und lange hab ich das getrennt gehalten von dem, was ich heute mache. Im Mai hab ich gemerkt, dass das eigentlich zusammengehört. Ich weiss, wie sich der Druck anfühlt, sichtbar werden zu müssen, ohne sich dabei zu verlieren, weil ich genau da selber stand. Und der leiseste, schönste Beweis kam am letzten Maitag: jemand hat ganz von allein eines meiner Systeme gekauft, ohne Call, ohne dass ich nachgehakt hab. Manchmal trägt die Arbeit, auch wenn man grad nicht laut ist.
Dein Takeaway
Setz dich heute zehn Minuten hin und schreib deinen letzten Monat in weniger Gedanken auf, als du denkst. Nicht die To-do-Liste, sondern das, was sich wirklich verschoben hat. Du wirst überrascht sein, wie viel an einem Monat zählt, den du innerlich schon als unproduktiv abgehakt hattest.
Das war mein Mai, in sieben Gedanken. Wenn du beim Lesen bei einem hängen geblieben bist, weil er sich angefühlt hat wie dein eigener Monat, dann schreib mir gern, welcher es war.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊
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