Dieser Rückblick ist anders gelaufen als geplant. Die ersten drei Juli-Wochen waren die produktivsten seit langem, und die letzte Woche war komplett still. Beides gehört in diesen Monat. Ja. Und ehrlich gesagt: Beides war richtig. Der Juli in sieben Gedanken.
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1. Ich hab meiner Website beigebracht, so zu reden wie ich
Aus 108 Blogartikeln wurden 101. Klingt nach weniger, war aber schon der grösste Umbau, seit es diesen Blog gibt: doppelte Themen zusammengeführt, 39 Titel neu geschrieben, 324 interne Verbindungen gesetzt.
Der Grund steckt in einer Zahl aus meiner eigenen Suchauswertung, die mich seither nicht mehr loslässt: Fast alle Klicks, die über Google zu mir kommen, kommen über gesprochene Sätze. Kaum jemand tippt «Content-Strategie für Selbständige» ein. Aber «überfordert trotz Business Coaching» tippt eine Frau um halb elf abends wirklich in die Suche. Also heissen meine Artikel jetzt so, wie meine Leserinnen denken. «Ich steck fest und weiss nicht mal, woran es liegt.» «Ich poste seit Monaten und erreiche niemanden direkt.» Das sind keine Überschriften, das sind halt einfach Sätze aus echten Köpfen. Ich hab im Juli also vor allem eins gemacht: zugehört.
2. Google beschreibt mich in meinen eigenen Worten
Ich hab Mitte Juli meinen eigenen Namen mit einem meiner Themen gesucht. Statt meines Artikels kam eine KI-Übersicht. Über mich. Erst zog Google die Antwort aus 2 Quellen, zwei Tage später aus 7. Und der neue KI-Modus zitiert inzwischen wörtlich mein Motto: «Fux macht’s einfach». Er unterscheidet mich sogar sauber von meiner Namensvetterin, die Immobilien-Portfolios verwaltet.
Das Verrückte daran: Ich hab dafür nichts generieren lassen. Ich hab aufgeräumt. Überall dasselbe gesagt, wer ich bin und wem ich helfe, die Seiten verbunden, die Fragen meiner Leserinnen in ganzen Sätzen beantwortet. Die Maschine erfindet nichts, sie spiegelt nur, was da ist. Mit KI, nicht von KI. Der Juli hat mir schwarz auf weiss gezeigt, dass genau das funktioniert.
3. Ein Reel, sechs Kanäle
Am 20. Juli lief ein einziges Sprech-Reel über sechs Kanäle: Instagram, WhatsApp, Telegram, YouTube, LinkedIn, dazu die Story. Das ganze Setup war schon alles: Handy, Fenster, ich. Ein Take, eine Botschaft: «Du musst dich nicht festlegen. Du musst dich entscheiden.» Auf YouTube ist genau dieses kurze Video inzwischen mein meistgesehener Inhalt.
Das Arbeitsmodell dahinter ist mir wichtiger als die Zahlen: Die KI schreibt mit und schneidet, ich sitze vor der Kamera und entscheide. Kein Avatar, kein Hochglanz, ein Versprecher bleibt drin. Wer wissen will, wie Content mit KI entsteht, ohne dass man sich selbst verliert, kann mir dabei einfach zuschauen.
4. Vier Räume, ein Haus
In der Räume-Woche hab ich zum ersten Mal alle meine Räume nacheinander gezeigt: das KI-System, das Klartext-Kollektiv, das SoulNet und das Sparring. Vier Karussells, am Schluss eine Karte mit «Hi, ich bin Diana». Nicht weil ich neue Angebote erfunden hätte, sondern weil mir aufgefallen ist: Ich hab immer einzelne Türen erklärt und nie das Haus. Jetzt steht es da, und ich kann darauf zeigen.
5. Das Dorf schaut weiter zu
Es gibt Menschen hier im Dorf, die jeden Tag meinen Status anschauen und trotzdem den Kopf schütteln, wenn sie mir begegnen. Ich hab mich jahrelang dafür erklärt, gerechtfertigt, kleiner gemacht. Im Juli hab ich damit aufgehört. Ein Status, ein Satz: «Du schaust jeden Tag. Gut.» Mehr nicht.
Wer sich rechtfertigt, fragt um Erlaubnis. Ich frag nicht mehr. Ein Satz reicht ja manchmal schon. Vermutlich ist es genau der, der von diesem Monat übrig bleibt.
6. Und dann hat mein Körper Stopp gesagt
Die letzte Juli-Woche fand ohne mich statt. Magen-Darm, danach ein paar Tage mit der Familie weg, raus aus allem. Der Montags-Impuls ist ausgefallen, der Kollektiv-Impuls auch, gepostet hab ich nichts. Dabei war eigentlich alles vorbereitet, die Ordner lagen fertig da.
Früher hätte ich mich durchgedrückt, kranke Diana liefert trotzdem. Diesmal hab ich es gelassen. So. Und weisst du, was passiert ist? Nichts. Nichts ist zusammengebrochen, niemand ist gegangen, und ja, Google hat mich auch nicht vergessen. Hochsensibel sein heisst, sehr viel wahrzunehmen, und das ist auf Dauer ermüdend. Ich brauche in regelmässigen Abständen echte Pausen, und mein Business muss das aushalten. Ein Fundament merkst du erst, wenn du dich drauflegst. Meins hat gehalten. Auch im Network war es ein stiller Monat, und auch das war in Ordnung.
7. Was der August bringt: meine erste eigene Blogparade
Am Montag mache ich etwas, vor dem ich ehrlich ein bisschen Herzklopfen habe: Ich starte meine erste eigene Blogparade. Die Frage: Vielseitig selbständig, wie passen deine vielen Themen unter ein Dach? Eingeladen sind ausdrücklich auch alle, die noch nie gebloggt haben. Ob jemand mitmacht, weiss ich noch nicht. Aber die Frage ist ja dann gestellt. Die Einladung mit allen Details erscheint am Montag hier auf dem Blog.
Und über dem August steht ein Satz, der sich durch alles ziehen wird, was ich diesen Monat baue: Es liegt nicht an der Zeit. Genau. Dazu bald mehr.
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Wenn dich das hier trifft, dann liest du als Nächstes:


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