Diana Fux
Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

„Leckt mich doch alle am A….h“ und genau da ging’s los.

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Es gibt diesen Moment im Business, in dem du am Schreibtisch sitzt, der Cursor blinkt, dein Kalender ist voll, und innerlich denkst du nur einen Satz: «Leckt mich doch alle am A.» Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher müde. Eher endgültig.

Und genau in diesem Moment fängt etwas an, das du vorher nie gespürt hast. Klarheit. Nicht die hübsche Vision-Board-Klarheit, sondern die andere, die kommt wenn du keinen Bock mehr hast irgendwem irgendwas zu beweisen.

Dieser Artikel ist für dich, wenn du grade an diesem Punkt bist und nicht weisst, ob das jetzt das Ende ist oder der Anfang von etwas, das endlich nach dir aussieht.

Es gibt diese Momente, da bist du nicht in deiner High-Vibe-Era

Du sollst eigentlich strahlen. Du sollst eigentlich diese Energie haben, die andere Frauen anzieht. Du sollst eigentlich das alles mit Leichtigkeit machen, weil du ja Mentorin bist, Coach, Unternehmerin, was auch immer auf deiner Visitenkarte steht.

Aber heute bist du nicht so. Heute bist du erschöpft, gereizt, und wenn jemand dir in den nächsten 24 Stunden noch eine Voice schickt mit «Wie machst du das alles», dann landet dein Handy in der Spüle. Das ist keine Krise. Das ist ein menschlicher Moment in einem Business, das oft so tut, als gäbe es ihn nicht.

Die Szene, die du wahrscheinlich auch kennst

Du scrollst durch Instagram, du siehst eine Frau aus deiner Bubble in Bali, eine andere postet ihre 30k-Launch-Zahlen, eine dritte hat angeblich «aus dem Nichts» eine Warteliste. Du legst das Handy weg und denkst: «Ich mach hier irgendwas grundsätzlich falsch.»

Dann öffnest du dein eigenes Konto, der Saldo sieht okay aus, aber nicht so wie der von der Bali-Frau. Du öffnest deinen Kalender, du hast diese Woche drei Calls zu viel angenommen. Du öffnest deinen Newsletter-Entwurf, der seit Donnerstag im «fast fertig» hängt. Und dann kommt es.

Dieses Rauschen aus Stimmen, das du kennst

Die Stimme deiner Mutter, die immer noch lieber gehabt hätte, du hättest was Anständiges gelernt. Die Stimme der Coach-Bubble, die sagt du müsstest jetzt aber mal skalieren. Die Stimme von früher, die fragt ob du nicht doch besser angestellt wärst. Die Stimme deiner Steuerberaterin, die nach Belegen fragt. Und drüber dein eigener Kopf, der versucht alles gleichzeitig richtig zu machen.

An diesem Punkt wird dein System irgendwann sagen: Nein. Nicht heute. Nicht so. Und das, was sich anfühlt wie zusammenbrechen, ist eigentlich dein erstes ehrliches Stop-Signal seit Monaten.

Der Moment, in dem alles kippt, und warum das gut ist

Es gibt diesen einen Satz in deinem Kopf, der den Schalter umlegt. Bei mir war es: «Leckt mich doch alle am A.» Vielleicht ist es bei dir was Höflicheres. Vielleicht ist es nur ein langes Ausatmen. Aber dieser Moment, in dem du innerlich aufgibst zu performen, ist nicht das Ende. Er ist der Anfang von Business, das nicht mehr für andere gebaut ist.

Du fängst an Sachen zu streichen, Calls abzusagen, Angebote zu pausieren, Plattformen zu ignorieren, ohne dich dafür zu rechtfertigen. Du redest plötzlich anders, weil du nicht mehr versuchst hübsch zu klingen. Du verkaufst plötzlich anders, weil du nicht mehr versuchst keine zu enttäuschen.

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Was ich dann mache, und was mich jedes Mal weiterbringt

Erstens: Handy weg. Nicht in den Flugmodus, weg. In eine Schublade, in ein anderes Zimmer, irgendwo wo ich es nicht aus Versehen in die Hand nehme. Zweitens: einen Spaziergang ohne Kopfhörer. Drittens: einen Satz aufschreiben, der grade stimmt, egal wie unprofessionell er klingt. Viertens: ein Ding aus dem Kalender streichen, das ich diese Woche nicht mehr machen will.

Das klingt zu einfach, um zu funktionieren. Es funktioniert trotzdem, weil dein System nicht «mehr Strategie» braucht, wenn es schon überreizt ist. Es braucht weniger. Und es braucht das Signal, dass du wieder die bist, die entscheidet.

Warum das nichts mit Drama zu tun hat

Das ist kein Burnout-Posting, kein Mitleids-Reel, kein «Heute bin ich verletzlich»-Karussell. Das hier ist die normale Realität von Frauen, die selbständig sind und gleichzeitig versuchen Mensch zu bleiben. Du darfst diese Momente haben, ohne dass sie zur Geschichte werden müssen.

Was zählt, ist nicht ob du diesen Punkt erreichst, sondern was du danach machst. Und das «Leckt mich doch alle» kann der Anfang von etwas sein, das endlich echt ist.

5 Learnings aus diesem Moment, die du klauen darfst

Eins: Erschöpfung ist kein Charakterfehler, sie ist Information. Zwei: Vergleich ist immer unfair, weil du dein Innen mit dem Aussen anderer vergleichst. Drei: Wenn du «Leckt mich doch» denkst, ist das oft die ehrlichste Reaktion deines Systems auf eine Woche, in der du dich zu sehr angepasst hast. Vier: Aufhören mit Performance ist nicht das Ende deines Business, es ist der Anfang von deinem. Fünf: Du brauchst keinen grossen Plan, du brauchst ein einziges ehrliches Ja zu dir.

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Hol dir ein Blatt Papier. Schreib oben drauf: «Was würde ich heute streichen, wenn keine Konsequenz droht.» Schreib alles auf, was dir einfällt. Streich auf der Liste die Hälfte. Davon streich nochmal die Hälfte. Was am Ende übrig bleibt, ist die Sache, die du nächste Woche tatsächlich loslassen darfst. Nicht alles. Eine.

Dein Takeaway
«Leckt mich doch alle am A» ist kein Drama, es ist ein ehrliches Stop-Signal nach zu langer Anpassung. Behandle es nicht als Krise, sondern als Daten. Was muss raus, damit dein System wieder Luft hat. Eine Sache pro Woche reicht.

Füchsische Grüsse,
Diana 🦊

Häufige Fragen

Ist es normal, im Business an den Punkt «Ich kann nicht mehr» zu kommen?

Ja. Viele Selbständige erleben das regelmässig, besonders wenn sie versuchen, allen Erwartungen gleichzeitig gerecht zu werden. Es ist kein Zeichen von Scheitern, sondern oft ein Signal, dass du dich zu lange angepasst hast.

Was mache ich, wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche?

Schliess die Tabs. Im Ernst. Vergleiche zeigen dir nur das Highlight-Reel anderer. Schreib stattdessen auf, was du diese Woche konkret geschafft hast. Das verschiebt den Fokus zurück auf dich.

Wie finde ich heraus, was in meinem Business wirklich dran ist?

Frag dich, was du in den nächsten 20 Minuten tun könntest, das dich morgen ernst nehmen lässt. Nicht gross, nicht perfekt. Nur echt. Das ist oft der erste Schritt raus aus der Lähmung.

Wie unterscheide ich «Leckt mich doch» als gesundes Stop-Signal von echter Erschöpfung?

Ein Stop-Signal verschwindet nach einem Tag Pause und ein paar konkreten Streichungen im Kalender. Echte Erschöpfung bleibt auch nach einer Woche und betrifft Schlaf, Konzentration und Körper. Wenn du nach bewussten Pausen nicht zurückkommst, hol dir ärztlich oder therapeutisch Hilfe. Business-Beratung ist da nicht die richtige Adresse.

Muss ich diesen Moment öffentlich machen oder kann ich ihn auch leise haben?

Leise reicht. Du musst keine Reels darüber drehen, keine Bekenntnis-Story posten, keinen Newsletter schreiben. Manchmal ist das Stillste das Reifste. Du teilst, wenn es dir gut tut, nicht weil es Content macht.

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Diana Fux, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen

Diana Fux

Ich bin Diana, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen. Ich helfe dir, Muster zu erkennen, Chaos zu ordnen und endlich umzusetzen, was du schon längst weisst.

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Was hat's bei dir ausgelöst?

Zustimmung, Widerstand, Fragezeichen, alles willkommen. Schreib mir was dich bewegt hat. Genau das macht aus einem Artikel ein echtes Gespräch.

Ich freue mich von dir zu lesen. 🦊

2 Kommentare

  1. Oh ja, und wie ich dieses Gefühl kenne 😅

    Und wie oft hab ich mich dann bei dir gemeldet und mich ausgekotzt, damit ich meine Gedanken wieder sortieren konnte.

    Antworten
    • haha, ja das kann echt gut tun, alles mal raus lassen, schütteln, Krone richten und weiter machen, whuhuuu. So ein Sparringpartner oder Perspektivwechsel ist gold wert. Ich freu mich das ich dir immer helfen konnte. Danke dir Lisa. Ich denke, nein ich weiss, du als evangelische Pfarrerin machst das auch jeden Tag, Beistand und Perspektive geben. Das braucht es echt in jeder Lebenssituation.

      Antworten
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