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Es war eine ganz normale Dienstagvormittag-DM. Jemand aus meinem Netzwerk, die ich vielleicht irgendwo mal begegnet bin, schreibt mir dass sie müde ist von KI-Texten auf LinkedIn. Dass ihr Authentizität und echte Verbindung wichtig sind. Dass sie ihre Nachrichten, Kommentare und Content selbst schreibt. Ganz unten: herzliche Grüsse.
Die Nachricht hatte Gedankenstriche vor dem «und». Kein einziger Satz bezog sich auf mich, auf meinen Account, auf das was ich tue. Sie hätte an 500 andere Menschen genauso gesendet werden können.
Ich habe eine Weile auf die Nachricht geschaut und gedacht: das ist nicht das Problem mit KI. Das ist das Problem mit Aufwand der vorgetäuscht wird.
Der Anti-KI-Trend und was er wirklich aussagt
Es gibt grade einen ganzen Trend, in dem Selbständige öffentlich klarstellen, dass sie keine KI nutzen. Das wirkt erstmal nach Position, nach Klarheit, nach Bekenntnis zu echtem Handwerk.
Aber bei genauerem Hinsehen ist das, was diese Trend-Texte aussagen, meistens nicht «ich schreibe ehrlich», sondern «ich tue so als wäre Mühe der Wert». Als wäre die Zeit am Schreibtisch der Beweis für Authentizität. Als müsste man leiden um echt zu sein.
Mein Newsletter, meine LinkedIn-Posts, mein Blog, alles entsteht mit KI-Unterstützung. Und trotzdem bekomme ich Antworten wie «das klingt so wie du» oder «ich habe das Gefühl du sprichst direkt mit mir». Das passiert nicht trotz KI. Das passiert weil ich beim Schreiben an die Person denke die das liest.
Was den Unterschied wirklich macht
Der Unterschied zwischen einer Nachricht die ankommt und einer die nicht ankommt liegt nicht am Tool. Er liegt an einer einzigen Frage: war beim Schreiben jemand konkret im Kopf, oder nicht?
Eine handgetippte Nachricht ohne Bezug auf das Gegenüber wirkt wie ein Massenversand. Eine KI-unterstützte Nachricht mit echtem Bezug wirkt wie ein Gespräch. Die Empfängerin merkt sofort welches der beiden gerade läuft, auch wenn sie es nicht in Worte fassen kann.
Das Gefühl kennst du sicher: du liest eine Nachricht, du weisst dass da jemand auf «Senden» gedrückt hat ohne wirklich hinzuschauen. Das fühlt sich nicht wie Verbindung an. Das fühlt sich wie eine Nummer im CRM an.
Was mich wirklich stört
Mich stört nicht KI. Mich stört vorgetäuschter Aufwand. Eine handgetippte Nachricht, die so abstrakt ist dass sie an jeden gehen könnte, ist nicht persönlicher als ein KI-Text. Sie ist nur langsamer entstanden.
Und mich stört die Heuchelei, mit der manche das Thema öffentlich verhandeln. Wenn jemand «keine KI» auf LinkedIn schreibt und gleichzeitig Templates und Vorlagen kauft, ist das nicht authentischer. Es ist nur weniger ehrlich darüber, wie der Text entstanden ist.
Wer ehrlich sagt «das ist mit KI entstanden, aber ich habe die Person gemeint die das liest» lügt nicht. Wer sagt «das ist von Hand, aber an niemanden bestimmten» lügt zwar nicht über das Tool, lügt aber über die Verbindung.
Du willst KI nutzen ohne deine Stimme zu verlieren?
Das KI-System für selbständige Frauen zeigt dir wie das konkret aussieht: Wissensbasis, Stil, Tonalität, rote Linien einmal aufbauen, dann schreibt die KI wie du klingst. Das Ergebnis verfeinerst du, statt es komplett neu zu denken.
Was das für dich bedeutet
Du musst dich nicht zwischen KI und Authentizität entscheiden. Das ist eine falsche Frage. Die echte Frage lautet: bist du beim Schreiben wirklich anwesend für die Person die das liest, egal mit welchem Werkzeug?
Wenn du anwesend bist, kann ein KI-Text persönlicher sein als ein handgetippter. Wenn du nicht anwesend bist, hilft dir auch keine handgetippte Mühe.
Wenn deine Texte gerade nicht ankommen, frag dich nicht ob KI dabei war. Frag dich ob du beim Schreiben wirklich an die Person gedacht hast die das liest. Da liegt fast immer die Antwort.
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Dein Takeaway
Das Problem ist nicht KI. Das Problem ist vorgetäuschter Aufwand. Eine ehrlich geschriebene Nachricht mit KI-Unterstützung trägt mehr Verbindung als eine handgetippte ohne Bezug. Wenn deine Texte nicht ankommen, frag dich nicht ob KI dabei war, sondern ob du beim Schreiben wirklich an die Person gedacht hast die das liest.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊
Wie erkenne ich, ob eine Nachricht mit KI geschrieben wurde?
Oft gar nicht sicher. Was du erkennst: ob sie für dich persönlich geschrieben wurde. Kein einziger konkreter Bezug auf dich, dein Business, deinen letzten Post? Dann war die Absenderin nicht wirklich bei dir, egal mit welchem Tool.
Darf ich KI für DMs nutzen?
Ja. Wenn du der KI sagst wer die Person ist, was du magst, was euch verbindet, und sie dir einen Entwurf gibt den du dann anpasst, ist das persönlicher als eine Vorlage die du selbst in fünf Sekunden raushaust ohne nachzudenken.
Wie nutzt du KI ohne deine Stimme zu verlieren?
Mit einem System das dich kennt. Wissensbasis, Stil, Tonalität, rote Linien, alles einmal aufgebaut, dann weiss die KI wie du klingst. Das Ergebnis brauchst du nur noch zu verfeinern, nicht komplett zu schreiben.
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