Diana Fux
Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Haare seltener waschen: wie ich es umgestellt hab

Haare seltener waschen Umstellung Diana Fux

Ich hab jahrelang jeden Morgen dasselbe gemacht. Aufstehen, unter die Dusche, Haare waschen, weil sie sonst am Ansatz platt und schmierig aussehen und ich mit dem Gefühl aus dem Haus geh, dass es jeder sieht. Und wenn ich es mal nicht geschafft hab, dann kam halt die Dose Trockenshampoo dran, in Mengen, über die ich heute lachen muss.

Kennst du das? Du weisst ja eigentlich, dass tägliches Waschen nicht das Ziel sein kann, du liest überall, man soll die Haare seltener waschen, und trotzdem stehst du am nächsten Morgen wieder da und denkst: so kann ich heute nicht raus.

Ich hab das umgestellt. Nicht von heute auf morgen, und schon gar nicht elegant. Aber umgestellt ist umgestellt, und ich schreib dir hier auf, wie das bei mir gelaufen ist.

Warum seltener waschen sich am Anfang schlechter anfühlt

Das ist der Teil, den mir vorher niemand so ehrlich gesagt hat: die ersten Wochen sind unangenehm. Du wäschst nicht, und dein Kopf fühlt sich genau so an, wie du es befürchtet hast. Das ist der Punkt, an dem die meisten abbrechen. Ich auch, zweimal, bevor es beim dritten Anlauf geklappt hat.

Und der Grund fürs Abbrechen ist ja selten das Haar. Der Grund ist der Termin am Donnerstag, das Video-Call am Freitag, der Moment im Spiegel, wo du denkst, heute nicht, oder ne. Genau deshalb funktioniert es halt einfach nicht, wenn du nur beschliesst, ab jetzt seltener zu waschen. Du brauchst schon einen Plan für die Tage dazwischen, sonst wäschst du am zweiten Tag wieder.

Wie ich es gemacht hab, Schritt für Schritt

Ich hab mit einem einzigen Tag angefangen. Nicht mit vier. Ein Tag mehr Abstand, immer derselbe Wochentag, und zwar einer ohne Termine, bei mir war das der Dienstag. Klingt ja banal, aber genau das hat den Unterschied gemacht, weil ich nicht jeden Morgen neu entscheiden musste, ob heute Waschtag ist oder nicht. Die Entscheidung war schon gefallen.

Ich hab die Wäsche selbst geändert, nicht nur die Häufigkeit. Zwei Durchgänge Shampoo, der erste nur ganz kurz, der zweite mit ein bisschen mehr Zeit auf der Kopfhaut, mit den Fingerkuppen, nicht mit den Nägeln. Und Spülung wirklich nur in die Längen, nicht an den Ansatz. Ich hab jahrelang alles überall draufgeklatscht und mich dann gewundert. Genau.

Jede zweite Wäsche bekommt vorher Öl. Ich nehm das Rejuveniqe von MONAT und mach das vor dem Waschen auf die Kopfhaut, nicht danach in die Spitzen. Ein paar Tropfen, einmassieren, einwirken lassen, während ich schon was anderes mach, und dann ganz normal waschen. Für mich ist das eigentlich der Teil geworden, auf den ich mich freu, weil das die zehn Minuten sind, in denen ich sonst nichts tue.

Trockenshampoo blieb, aber in klein. Das ist ja keine Lösung und war es nie, aber es ist eine Brücke für den einen Tag, an dem du sonst umkippen würdest. Weniger als du denkst, mit Abstand aufsprühen, kurz einwirken lassen und dann mit den Fingerkuppen richtig einarbeiten. Wenn ich schnell war und das Einarbeiten übersprungen hab, sah es hinterher aus wie Puder im Ansatz, und dann hab ich es erst recht gewaschen.

Was ich dabei unterschätzt hab

Die Kopfhaut. Wie ich überhaupt dazu gekommen bin, das teste ich seit Juni öffentlich und schreib es hier ehrlich mit. Ich hab immer über die Längen nachgedacht, über Spitzen, über Spliss, und dabei sitzt der Ansatz ja oben. Das ist auch der Grund, warum die meisten Frauen, mit denen ich darüber red, bei der Kopfhaut anfangen und nicht bei den Spitzen, wenn sie überhaupt was ändern.

Und noch was: es hat länger gedauert, als ich wollte. Ich bin ungeduldig, das weisst du schon, wenn du mich ein bisschen kennst. Ich wollte nach zwei Wochen Bescheid wissen, und nach zwei Wochen wusste ich halt gar nichts. Das ist einfach so bei Sachen, die man umstellt. Sie brauchen die Zeit, die sie brauchen, und meine Ungeduld interessiert sie nicht. So.

Für wen das nicht der richtige Weg ist

Und jetzt der Teil, den ich mir selber gern früher gesagt hätte: seltener waschen ist kein Gütesiegel. Die Häufigkeit entscheidet nämlich gar nichts, sie ist halt einfach nur die Zahl, die man am leichtesten zählen kann, und deshalb reden alle darüber.

Genau.

Wenn deine Kopfhaut schnell fettet, wenn du viel schwitzt, wenn du Sport machst, wenn du den ganzen Tag mit Staub oder Rauch oder Chlor zu tun hast, dann darf sie auch regelmässig gereinigt werden, und zwar ohne dass du dir dabei ein schlechtes Gewissen einredest. Ich hab jahrelang gedacht, ich mach was falsch, weil ich jeden Morgen gewaschen hab. Dabei war ja gar nicht das Waschen das Thema, sondern dass ich nie drüber nachgedacht hab, was ich dabei eigentlich tue und womit.

Wenn du also merkst, dass dein Kopf nach zwei Tagen wirklich unangenehm ist und dass dich das den ganzen Tag begleitet, dann ist der Abstand einfach nicht deine Baustelle. Dann schau lieber, wie du wäschst und was du draufmachst, und lass die Zahl in Ruhe.

Deine fünf Minuten für heute

Nimm den Kalender und such einen Tag in der nächsten Woche, an dem du nichts hast. Keinen Call, keinen Termin, keine Leute. Und schreib da rein: heute nicht waschen. Ein Tag. Nicht vier.

Was du danach spürst, ist meistens nicht Erleichterung, sondern so ein leises: geht ja doch. Genau. Und dieses «geht ja doch» ist schon der Anfang, weil du dann nächste Woche den zweiten Tag dazunimmst, ohne dass es sich nach Verzicht anfühlt.

Häufige Fragen zum seltener Haare waschen

Wie lange dauert die Umstellung?

Bei mir hat es ein paar Wochen gedauert, bis sich der neue Rhythmus normal angefühlt hat, und ich hab zweimal abgebrochen, bevor es geklappt hat. Ich würd dir da ja nichts anderes versprechen, weil das je nach Mensch, Haartyp und Alltag sehr unterschiedlich ist. Was hilft: klein anfangen, ein Tag mehr, nicht drei.

Hilft Trockenshampoo beim seltener Waschen?

Als Brücke ja, als Dauerlösung nein. Ich nutz es für den einen Tag, an dem ich sonst schon wieder waschen würde, sparsam und gut eingearbeitet. Was es halt nicht ersetzt, ist die Wäsche selbst. Und wenn ich mehr davon brauch als vorher, dann stimmt eigentlich am Rhythmus was nicht.

Öl vor der Haarwäsche, wäscht sich das überhaupt wieder raus?

Ja. Wenn du danach zweimal shampoonierst, nimmt der erste Durchgang das Öl und der zweite reinigt. Wichtig ist ja vor allem die Menge, ein paar Tropfen reichen, ich hab am Anfang deutlich zu viel genommen und dann natürlich nach dem Trocknen ein plattes Ergebnis gehabt. Das lag nicht am Öl, das lag halt an mir.

Muss ich dafür meine Produkte wechseln?

Bei mir hat der Rhythmus allein nicht gereicht, ehrlich gesagt. Was ich benutz, macht einen Unterschied, und zwar vor allem oben an der Kopfhaut und nicht in den Spitzen. Ich hab deshalb beides umgestellt, den Abstand zwischen den Wäschen und das, was drauf kommt. Wenn du erst mal nur eins ändern willst, dann fang bei der Kopfhaut an, da liegt bei den meisten der Anfang und nicht bei den Längen.

Wenn du nicht weisst, wo du anfangen sollst

Dann fang schon gar nicht bei einer Produktliste an, sondern bei deinem Kopf. Ich hab ein kleines Haarquiz gebaut, das fragt dich vier Sachen und schlägt dir dann eine Routine vor. Zwei Minuten, kein Newsletter, kein Verkaufsgespräch. Und wenn dir das zu unpersönlich ist, dann schreib mir einfach, dann schauen wir zusammen drauf, bevor du irgendwas bestellst.

Werbung: Ich bin MONAT-Markenpartnerin, das heisst, über die Links in diesem Artikel kannst du bei mir bestellen. Was ich hier beschreib, ist meine eigene Routine und mein eigenes Erleben, und kein Versprechen, dass es bei dir genauso läuft.

Füchsische Grüsse 🦊


Diana Fux, Umsetzungs- und Mut-Mentorin für leise und vielseitige Frauen

Diana Fux

Ich bin Diana, Umsetzungs- und Mut-Mentorin für selbständige Frauen. Du kannst dein Fach, und trotzdem hängt es an einer Stelle. Du bist halt einfach zu nah dran.

Du machst schon viel. Ich schaue von aussen drauf und sage dir, was davon wirklich trägt, statt dass du noch mehr vom Falschen tust. Hier stehen Beiträge übers Business und Beiträge über Haare und Öle. Das ist kein Durcheinander, das ist dieselbe Frau: die, die alles allein macht und für alle sorgt ausser für sich.

Du weisst nicht, was davon für dich gerade dran ist? Dann melde dich, ich antworte selbst. Kontakt →

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