Es fängt immer bei jemand anderem an. Und hört immer bei mir auf.
Anfang November, im Dorf schnieft die halbe Nachbarschaft, und ich weiss ziemlich genau, wie die nächsten drei Wochen laufen. Erst der eine, dann der nächste, dann bin ich dran, und zwar an dem Tag, an dem ich am wenigsten Zeit dafür habe. Das ist bei mir jedes Jahr gleich, und ich hab irgendwann aufgehört, mich darüber zu wundern.
Was ich geändert hab, ist nicht die Saison. Es ist, dass ich im Oktober kurz mein Regal sortiere, damit ich im November nicht suchen muss.
Und weil das Thema heikel ist, sag ich es lieber gleich am Anfang als am Ende: ich schreibe hier auf, was bei mir steht und was ich damit mache. Ich sage nicht, wogegen etwas hilft. Ich hab keine medizinische Ausbildung, und ich tu auch nicht so.
Du weisst nicht, welches Öl zu dir passt?
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Der Unterschied zwischen «wofür es gedacht ist» und «wogegen es hilft»
Das ist die Linie, an der ich mich entlanghangle, und ich glaub, sie ist auch für dich nützlich, wenn du im Netz unterwegs bist und Sachen liest.
Ein Öl ist für etwas gedacht. Eukalyptus zum Beispiel ist ein klassisches Dampf-Öl, das seit Ewigkeiten so eingesetzt wird. Das kann man sagen, das ist einfach die Anwendung, für die es gemacht ist.
Was man nicht sagen kann, ist, was es im Körper tut. Das ist eine ganz andere Aussage, dafür braucht es eine Ausbildung, die ich nicht hab, und ehrlich gesagt lese ich sie im Netz am häufigsten von Leuten, die sie auch nicht haben.
Ich bleib deshalb konsequent auf der ersten Seite dieser Linie. Ich sag dir, was bei mir steht und wann ich es aufmache. Was es bei dir tut, kann ich nicht wissen.
Was bei mir ab Oktober griffbereit steht
Es sind wenige Sachen, und sie stehen nicht im Schrank, sondern dort, wo ich sie brauche. Das ist die halbe Miete.
Eukalyptus im Bad. Ein Tropfen in die Duschtasse, bevor das Wasser läuft. Der Dampf nimmt es mit. Mehr mache ich damit nicht, und ich mach es auch nicht jeden Tag, sondern in den Wochen, in denen um mich herum alle schniefen.
Ein Trägeröl daneben. Mandelöl bei mir, in einer kleinen Flasche, damit ich nichts pur auf die Haut tu. Das steht bewusst direkt neben den ätherischen Ölen, weil ich es sonst weglasse, und dann wird es unvorsichtig.
Der Diffuser im Wohnzimmer. Im Winter läuft er häufiger, und zwar auch dann, wenn gar kein Öl drin ist. Die Heizung trocknet die Luft, und ein Diffuser gibt nebenbei Feuchtigkeit ab. Das ist der unromantische Teil, den in den schönen Beiträgen selten jemand dazusagt.
Und eine Packung Papiertaschentücher an jedem sinnvollen Ort. Ja, das gehört für mich in dieselbe Liste. Vorbereitet sein heisst nicht Fläschchen, es heisst, dass man an dem Tag, an dem es losgeht, nichts mehr organisieren muss.
Du willst nicht raten, sondern konkret herausfinden, welche Öle zu dir passen?
Ich habe eine kleine Sammlung mit einfachen Anwendungen zusammengestellt. Kostenlos, sofort verfügbar.
Wo ich aufhöre, und zwar sofort
Das ist mir wichtiger als die Liste oben, deshalb steht es nicht ganz hinten.
Wenn jemand bei uns richtig krank ist, hat das nichts mit Ölen zu tun. Dann geht es um Ruhe, Flüssigkeit und im Zweifel um jemanden, der das beurteilen kann. Ich hab noch nie ein Fläschchen aufgemacht und gedacht, das ersetzt jetzt irgendwas. Es ist Beiwerk, und es soll auch Beiwerk bleiben.
Bei Kindern, bei Schwangeren und bei Menschen mit Vorerkrankungen gelten nochmal ganz eigene Regeln, die ich nicht für dich beurteilen kann. Da frag bitte jemanden mit Ausbildung und nicht das Internet.
Und wir haben Tiere im Haus. Ätherische Öle und Tiere ist ein Thema für sich, mit eigenen Vorsichtsregeln, und die schaut man vorher nach, nicht hinterher. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen ich wirklich ungern beiläufig bin.
Was ich im Oktober mache, damit der November leichter läuft
Es ist eine Viertelstunde, einmal im Jahr, und es ist die Viertelstunde, die mir am meisten bringt.
Ich nehm alles aus dem Schrank, schau, was abgelaufen oder fast leer ist, und stell den Rest an die Orte, wo ich ihn tatsächlich benutze. Ins Bad, was ins Bad gehört. Neben den Diffuser, was in den Diffuser soll. Und was ich das ganze letzte Jahr nicht angefasst hab, kommt weg oder wird verschenkt.
Ich hab bewusst keine Sammlung mehr. Weniger Flaschen, dafür welche, die auch mal leer werden. Das klingt banal, aber es ist der einzige Grund, warum ich die Sachen im November überhaupt benutze und nicht wieder ratlos vor einer schönen Holzkiste stehe.
Damit es gesagt ist: ich bin Markenpartnerin, ich empfehle, und an Empfehlungen verdiene ich mit. Was ich weitergebe, kommt aus Kursen und Workshops, aus den Büchern, die hier im Regal stehen, und aus ein paar Jahren eigenem Ausprobieren. Was ich dir nicht abnehmen kann, ist der Blick auf deine eigene Lage: nicht jedes Öl ist für innerlich gedacht, mit Kindern im Haus, in der Schwangerschaft oder mit Tieren gelten andere Regeln, und wer Medikamente nimmt, klärt das bitte ab. Beim Sortieren helf ich dir gern, entscheiden musst du selbst.
Zum Mitnehmen:
Die Erkältungssaison verhindert man nicht, man bereitet sich darauf vor. Sortier im Oktober einmal durch, stell alles dorthin, wo du es benutzt, und halt die Linie: du kannst sagen, wofür etwas gedacht ist, nicht was es im Körper tut.
Du willst erst mal in Ruhe schauen, was es überhaupt gibt?
Auf «doTERRA für dich» steht sortiert, was wofür gedacht ist: Schlaf, Nervensystem, Familienalltag, Reinigung. Ohne Anmeldung, ohne dass dir jemand hinterherläuft.
Häufige Fragen zur Erkältungssaison und ätherischen Ölen
Helfen ätherische Öle bei einer Erkältung?
Das kann und darf ich nicht beantworten, ich habe keine medizinische Ausbildung. Was ich beschreiben kann, ist meine eigene Praxis: was bei mir im Herbst griffbereit steht und wann ich es aufmache. Wenn jemand richtig krank ist, geht es um Ruhe, Flüssigkeit und im Zweifel um jemanden, der das beurteilen kann.
Was steht bei dir im Herbst bereit?
Eukalyptus im Bad, ein Trägeröl direkt daneben, der Diffuser im Wohnzimmer und Papiertaschentücher an jedem sinnvollen Ort. Das ist meine Auswahl aus der eigenen Praxis und keine Empfehlung an dich.
Warum ein Trägeröl direkt daneben?
Weil auf meine Haut nichts pur kommt. Wenn das Trägeröl im anderen Zimmer steht, lasse ich es irgendwann weg, und genau dann wird es unvorsichtig. Bei mir steht deshalb Mandelöl in einer kleinen Flasche direkt neben den ätherischen Ölen.
Was ist mit Kindern, Schwangeren und Haustieren?
Da gelten jeweils eigene Vorsichtsregeln, die ich nicht für dich beurteilen kann. Wir haben selbst Tiere im Haus, und ätherische Öle und Tiere ist ein Thema, das man vorher nachschaut und nicht hinterher. Bitte frag jemanden mit Ausbildung und nicht das Internet.
Warum läuft dein Diffuser im Winter auch ohne Öl?
Weil die Heizung die Luft trocknet und ein Diffuser nebenbei Feuchtigkeit abgibt. Das ist der unromantische Teil, den in den schönen Beiträgen selten jemand dazusagt.
Woran erkenne ich gute Öle?
Seriöse Hersteller geben Anbau, Reinheitstests und die genaue botanische Bezeichnung an. Wenn auf der Flasche nur «Aromaöl» steht, ist es meistens synthetisch und für mehr als Raumduft nicht gedacht.
Wenn dich das hier trifft, dann liest du als Nächstes:
Mehr in dieser Richtung?
Im Selbstfürsorge-Blog sammle ich alles, was mit Ölen, Haaren und kleinen Ankern im Alltag zu tun hat. Kein Business, keine Strategie.
Füchsische Grüsse, Diana 🦊


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