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Du hältst dich noch immer an einen Satz aus einem Coaching, das du vor drei Jahren gebucht hast. Du erinnerst dich nicht mehr genau, wie die Coach hiess, aber die Anweisung hat sich eingebrannt: erst eine Plattform beherrschen, dann die nächste. Seitdem traust du dich nicht auf LinkedIn, weil Instagram noch nicht «fertig» ist. Und du fragst dich, warum du nicht vorankommst.
Du kommst nicht voran, weil du eine Empfehlung wie ein Gesetz behandelst. Empfehlungen sind Werkzeuge für einen bestimmten Moment, in einer bestimmten Situation, mit einem bestimmten Plattform-Klima. Sie sind keine Lebensanweisungen. Was vor drei Jahren stimmte, kann heute überholt sein, und das ist nicht das Versagen der Coach, das ist die Natur von Empfehlungen.
In diesem Artikel räume ich auf mit der Verwechslung zwischen Empfehlung und Vorschrift, zeige dir wie ich als Mentorin arbeite, und warum es Integrität ist, wenn jemand seine Meinung ändert, statt Inkonsequenz.
Was Mentoring wirklich bedeutet
Ich bin keine Trainerin, die dir Schritt eins bis sieben vorgibt und erwartet, dass du sie der Reihe nach abarbeitest. Ich bin Mentorin, und das bedeutet: Ich teile, was ich selbst erlebt habe. Was ich ausprobiert habe, was funktioniert hat, was nicht, was mich überrascht hat. Was du damit machst, liegt bei dir.
Das ist kein Freifahrtsschein für «egal was Diana sagt, ich mach es anders». Das ist eine Einladung, selbst zu denken. Zu fragen: Passt das zu mir, jetzt, in dieser Situation, auf dieser Plattform. Ich zwinge dich nicht. Ich zeige dir eine Perspektive. Ob du die Tür aufmachst, entscheidest du.
Die drei Jahre alte Coaching-Anweisung
Kürzlich hat mir jemand erklärt, sie halte sich an eine Anweisung aus einem Coaching: beherrsche erst eine Plattform, bevor du die nächste bespielst. Seit drei Jahren. Nicht als Kritik an sich selbst gemeint, eher als Erklärung, warum eine neue Empfehlung von mir gerade nicht umgesetzt wird.
Ich habe kurz geschluckt. Dann habe ich gedacht: Das ist kein Versagen dieser Person. Das ist, was passiert wenn wir Empfehlungen wie Gesetze behandeln. Wenn ein Satz aus einem Coaching vor drei Jahren wichtiger wird als das, was gerade vor uns liegt, in unserer aktuellen Situation, mit unserem heutigen Verständnis. Eine Empfehlung ist ein Werkzeug für einen bestimmten Moment. Kein Lebensprinzip.
Ich teste, bevor ich empfehle
Ich bin, wenn wir ehrlich sind, ein bisschen ein Tool-Nerd. Ich probiere Dinge aus, ich vergleiche, ich schaue was funktioniert und was nervt, ich kombiniere, ich verwerfe wieder. Und genau das ist der Grund, warum meine Kundinnen immer wieder sagen: Du sparst mir so viel Zeit und Nerven.
Nicht weil ich ihnen sage, was sie tun sollen. Sondern weil ich ihnen zeigen kann, wie es leichter geht. Welches Tool sie sich sparen können. Wo die kostenlose Version reicht. Wie man Arbeitsschritte zusammendenkt, die sich sonst wie Arbeit anfühlen. Das ist kein Theorieprodukt, das ist das, was entsteht, wenn man Dinge wirklich macht, wirklich scheitert, wirklich wieder aufsteht und dann sagt: Lass mich dir erzählen, was ich dabei gelernt habe.
Du hältst dich grade auch an eine Anweisung, die nicht mehr zu deiner Situation passt?
In einer Klartext-Session schauen wir 90 Minuten zusammen, welche Empfehlungen aus deinem Vor-Selbst du noch trägst, und welche du loslassen darfst. Du gehst raus mit einer klaren Liste: Was bleibt, was geht.
Ich darf meine Meinung ändern. Auch öffentlich.
Vor einem Jahr hätte ich vielleicht andere Empfehlungen gemacht als heute. Heute teile ich andere Erfahrungen, weil ich inzwischen anderes erlebt habe, weil sich Plattformen verändern, weil ich mich verändert habe. Nicht weil ich wankelmütig bin, sondern weil ich dazugelernt habe.
Wenn ich in sechs Monaten sage, ich habe mich geirrt, dann sage ich das. Nicht weil es schön klingt, sondern weil Integrität für mich bedeutet, ehrlich zu bleiben, auch dann wenn es unbequem ist. Ich bin nicht fertig. Ich bin nicht perfekt. Ich bin selbst noch in meinem Prozess und werde es bleiben. Aber ich kann dir zeigen, was ich auf dem Weg bisher gesehen habe, und du kannst entscheiden, was du davon nimmst.
Wer nicht wagt, wartet, und auch Warten hat seinen Preis
Was mich manchmal wirklich beschäftigt, sind Menschen, die auf ihrem Stuhl sitzen, sehen dass etwas nicht funktioniert, und trotzdem nichts verändern. Nicht weil sie es nicht könnten. Sondern weil die alte Anweisung sicherer fühlt als der nächste Schritt.
Ich habe Pinterest empfohlen, weil ich gesehen habe, dass es funktioniert. Ich teile heute meine LinkedIn-Erfahrungen, weil sich mein Verständnis weiterentwickelt hat und weil ich glaube, dass selbständige Frauen dort mehr Boden finden können als auf Plattformen, auf denen sie sich schon lange nicht mehr wohlfühlen. Du musst nicht mitziehen. Aber du kannst auch nicht gleichzeitig sagen, es läuft nicht, und dann alle neuen Ansätze abbügeln. Wer nicht wagt, wartet. Und das Warten kostet auch.
Was ich mir für dich wünsche
Dass du aufhörst Empfehlungen wie Vorschriften zu behandeln, auch meine nicht. Dass du anfängst zu fragen: Passt das zu mir, jetzt, in dieser Situation. Dass du den Unterschied kennst zwischen Geduld, die trägt, und Stillstand, der kostet.
Ich bin nicht hier, um dir zu sagen wie du dein Business führen sollst. Ich bin hier, um dir zu zeigen, wie es leichter gehen könnte. Sichtbarkeit, Systeme, Content, alles in einer Sprache die zu dir passt, mit Tools die dir Zeit sparen und nicht Nerven kosten. Und manchmal bedeutet das auch, Pause zu machen. Beides gehört dazu.
Vielleicht kennst du das auch von der anderen Seite. Als Expertin, als Dienstleisterin, als jemand der selbst Empfehlungen gibt. Dass eine Kundin etwas, das du vor Monaten gesagt hast, heute noch wie eine Wahrheit in Stein trägt, obwohl sich die Situation längst verändert hat. Wenn du gerade nicht weisst wo du ansetzen sollst, dann ist das genau das Gespräch, das ich führen möchte.
Du willst nicht alleine entscheiden welche alten Anweisungen noch gelten und welche überholt sind?
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Dein Takeaway
Eine Empfehlung ist ein Werkzeug für einen bestimmten Moment, kein Lebensgesetz. Was vor drei Jahren stimmte, muss heute nicht mehr passen. Hör auf Mentorinnen-Sätze zu konservieren wie heilige Texte. Frag dich bei jeder Empfehlung, auch bei meiner: Passt das zu mir, jetzt, in dieser konkreten Situation. Wenn nein, lass los, ohne dich zu rechtfertigen.
Klare Grüsse,
Diana
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Empfehlung und einer Vorschrift?
Eine Vorschrift gilt immer. Eine Empfehlung gilt in einem bestimmten Moment, für eine bestimmte Situation. Was vor drei Jahren stimmte, muss heute nicht mehr passen. Der Unterschied liegt nicht im Inhalt, sondern im Verfallsdatum.
Wie gehe ich damit um, wenn eine Empfehlung nicht mehr zu meiner Situation passt?
Hinterfrage sie. Frag dich: Wurde diese Empfehlung für meine aktuelle Situation gegeben oder für eine frühere? Hat sich mein Business, meine Plattform oder mein Verständnis seitdem verändert? Wenn ja, darf die Empfehlung auch fallen gelassen werden.
Darf eine Mentorin ihre eigene Meinung ändern?
Ja. Wer sich nie irrt, lernt auch nicht. Eine Mentorin, die ehrlich sagt «Ich habe mich geirrt» oder «Meine Empfehlung hat sich weiterentwickelt», ist vertrauenswürdiger als eine, die an alten Aussagen festhält um konsistent zu wirken.
Was ist der Unterschied zwischen Geduld und Stillstand?
Geduld heisst: Du hast eine Richtung, du gehst sie, auch wenn es langsamer geht als geplant. Stillstand heisst: Du siehst, dass etwas nicht funktioniert, und änderst trotzdem nichts. Geduld trägt. Stillstand kostet.
Wie entscheide ich, welche Empfehlungen ich umsetze?
Stell dir diese eine Frage: Passt das zu mir, jetzt, in dieser Situation? Nicht «Hat das bei jemand anderem funktioniert?» und nicht «Hat das vor einem Jahr Sinn gemacht?» Deine aktuelle Realität ist der Massstab.
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Dein Artikel trifft einen Nerv und zwar einen richtig guten.
Was du über Tools und Empfehlungen schreibst, kenne ich aus meiner eigenen Arbeit nur zu gut. Im Business gibt es keinen Stillstand und in der Tool-Welt erst recht nicht. Aber ich glaube, das geht noch tiefer. Wir entwickeln uns selbst weiter. Unsere Angebote wachsen mit uns und plötzlich passt eine Plattform, die vor zwei Jahren perfekt war, einfach nicht mehr. Weil sich unser Fokus verändert hat, unsere Ziele klarer geworden sind, unser Angebot eine andere Richtung genommen hat.
Das ist kein Widerspruch, das ist Wachstum. 🚀
Und genau deshalb finde ich es so wichtig, dass du das hier klar aussprichst. Eine Empfehlung ist ein Werkzeug für einen Moment, kein Gesetz für die Ewigkeit. Einer meiner Lieblingssätze, den ich auch meinen Kundinnen immer wieder mitgebe: „Es ist nichts in Stein gemeißelt.“ Bei mir betrifft das vor allem die Website, die jederzeit angepasst, erweitert und neu ausgerichtet werden kann.
Danke für diesen wertvollen Beitrag. 🫶🏼
Jenny 🧡, ich musste das zweimal lesen, weil du nicht einfach meinen Artikel kommentiert hast, du hast ihn verstanden, das bedeutet mir viel, und das von der Frau, die meine Website kennt wie ihre eigene Westentasche, die weiss wie ich denke, wie ich arbeite, was hinter den Entscheidungen steckt.
«Kein Widerspruch, sondern Wachstum.» ich glaube, das wird mein neues Mantra, 😅 ernsthaft .
Danke, dass du nicht nur meine Webdesignerin und Datenschutzbeauftragte bist, sondern auch die, die zwischen den Zeilen liest, das ist selten und ich schätze es mehr als du weisst. 🦊
Hihi. Freut mich, dass du daraus gleich ein neues Mantra für dich mitgenommen hast. 😅 Und weißt du was, genau das macht für mich eine gute Zusammenarbeit und Freundschaft aus, dass man sich gegenseitig versteht, auch zwischen den Zeilen. 🫶🏼
Aww, Jenny, genau das. Gegenseitig verstehen, zwischen den Zeilen lesen, das ist das eigentliche Geschenk, oder? Ich bin froh, dass wir das haben. 🧡 So ein schöner Abschluss für diesen kleinen Austausch. 🦊