Diana Fux
Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Jede zweite ist jetzt Business-Mentorin, und andere ehrliche Vorwürfe

Business-Vorwuerfe, Pin von Diana Fux

Du postest etwas von dir, von deiner Arbeit, von dem, was du kannst, und irgendwo im Feed liegt schon der Satz: «Jede zweite macht jetzt in Business.» Du liest das, und ein kleiner Teil von dir zieht sich zusammen und fragt leise: darf ich das überhaupt, sichtbar sein mit dem, was ich anbiete? Kommt dir bekannt vor, oder? Ja. Mir auch, ständig.

Ich hab lange gebraucht, um bei solchen Sätzen ruhig zu bleiben. Heute sortier ich sie halt einfach. Denn hinter den meisten Vorwürfen an Frauen wie uns steckt am Ende Angst, nur anders verpackt und dir vor die Füsse gelegt. Hier sind die fünf, die ich am häufigsten höre, und was ich dazu sage.

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Welche Vorwürfe bekommen Business-Mentorinnen zu hören?

Fünf höre ich am häufigsten: es gebe zu viele Mentorinnen, ohne Blazer werde man nicht ernst genommen, mit KI sei nichts mehr echt, ein Post ohne Klicks sei gescheitert, und man solle sich endlich auf ein Thema festlegen. Ich geh sie hier einzeln durch und sag dir bei jedem, was ich davon halte.

«Jede zweite ist jetzt Business-Mentorin.» Stimmt, es sind viele. Und die meisten von uns sind über Jahre dahin gekommen, in denen wir selbst gestrauchelt sind, wieder aufgestanden und irgendwann gemerkt haben, dass wir anderen genau da helfen können. Ein schicker Kurs war da selten der Anfang. Dass viele denselben Weg gehen, macht den Weg ja nicht falsch, es macht ihn höchstens voll. Und voll heisst ja, es gibt einen Bedarf.

«Wer einen Blazer trägt, wird als Expertin ernst genommen, du in deinem Normalen nicht.» Das ärgert mich ehrlich, weil viel zu oft der Glanz gewinnt, während die Substanz im Schatten bleibt. Wer glänzt, verkauft, auch wenn dahinter heisse Luft ist, und wer Substanz hat ohne Glanz, hört oft erst mal Schweigen. Ich mach trotzdem weiter im Normalen, am Küchentisch, in meiner Holzfällerjacke, weil ich lieber die bin, bei der du bleibst, als die, die dich kurz beeindruckt.

«Du arbeitest mit KI, also ist das doch gar nicht mehr echt.» Ich arbeite mit KI, ja, und trotzdem kommt jeder Satz aus mir. Das Werkzeug nimmt mir die Zeit zwischen Idee und Umsetzung ab, meine Stimme bleibt dabei meine. Mit KI, aber aus mir. Wer glaubt, ein Werkzeug mache aus dir jemand anderen, hat halt noch nicht gemerkt, dass das Werkzeug nur so gut ist wie die Hand, die es führt.

«Dein Post hatte Reichweite, aber keiner hat geklickt, also hast du was falsch gemacht.» Das ist die Copywriter-Brille, und die stimmt eben nicht immer. Ein Beitrag kann ein Thema breit treffen und grosse Resonanz auslösen, ohne dass jemand kauft, und trotzdem war er richtig. Reichweite ist noch keine Kundin, das weiss ich wohl, aber Resonanz ist auch kein Fehler. Manchmal legst du einfach einen Stein ins Wasser und schaust, wie weit die Kreise gehen.

«Such dir endlich EIN Thema, du bist viel zu vielseitig.» Diesen hör ich am häufigsten, und er trifft eigentlich am wenigsten. Meine Themen sehen von aussen aus wie fünf verschiedene Dinge, und in Wahrheit läuft durch alle dieselbe Haltung. Die Zielgruppe ist eine, das Lebensgefühl ist eins, nur das Thema wechselt. Ich nenn das mein Dach, und darunter ist eigentlich ganz viel Platz.

Woran erkennst du, ob ein Vorwurf berechtigt ist?

Das Wichtigste an solchen Sätzen ist die Frage, aus wessen Mund sie kommen. Bei mir gibt es da grob zwei Sorten. Die einen reden aus dem Umfeld heraus, oft ohne selbst je etwas gewagt zu haben, und was sie sagen, ist meistens ihre eigene Angst, umgedreht und dir hingelegt. Die anderen gehen denselben Weg wie du, kennen die Zweifel von innen, und wenn die dir etwas spiegeln, dann tut es vielleicht kurz weh, aber es bringt dich weiter.

Die erste Sorte darfst du ruhig ziehen lassen. Der zweiten darfst du zuhören. Am Ende zählt nur, ob die Person selbst schon mal da stand, wo du gerade stehst. Genau.

Dein Takeaway

Nimm den nächsten Satz, der dich sticht, und frag dich nur eins: kommt der von jemandem, der selbst losgegangen ist, oder von jemandem, der am Rand steht und zuschaut? Wenn es der Rand ist, atme einmal durch und mach weiter. Genau.

Und wenn dich diese Sätze deshalb so treffen, weil du selbst noch nicht ganz weisst, wofür du stehst, dann ist das normal, den eigenen Boden sieht man selbst halt am schlechtesten. Genau dafür gibt es das Business-Fundament, zehn Tage, die dich zu deinem eigenen Stand führen, damit dich der nächste Feed-Spruch nicht mehr so leicht aus der Bahn wirft.

Und noch etwas, weil es so viele betrifft

Fast keine von uns ist als Business-Mentorin gestartet. Bei mir war es das Network, dort hab ich gemerkt, dass ich mit Frauen reden kann und dass sie mir vertrauen. Andere kommen übers Webdesign, über die virtuelle Assistenz, oder aus ihrem alten Beruf, den sie plötzlich online denken. Dieser Umweg qualifiziert dich, er ist der Grund, warum du überhaupt weisst, wovon du redest. Wenn du gerade selbst auf so einem Umweg bist: das, was du dort lernst, wird später dein Fundament.

Wie das bei mir konkret lief, hab ich zweimal aufgeschrieben: von Hochsensibilität und Divergenz über die Öle zur Mentorin und 2024, das Jahr das aus mir eine Umsetzungs-Mentorin gemacht hat.

Denselben Reflex kenne ich aus meiner anderen Sphäre, dort heisst er «Network ist doch unseriös». Den hab ich mir hier genauso ehrlich vorgenommen.

Füchsische Grüsse, Diana 🦊

Sind Business-Mentorinnen überhaupt seriös, wo es doch so viele gibt?

Dass es viele gibt, sagt nichts über die Seriosität der Einzelnen. Seriös ist eine Mentorin dann, wenn sie ehrlich sagt, was möglich ist und was nicht, wenn sie aus eigener Erfahrung spricht und dich in die Umsetzung bringt, statt dir schnelle Wunder zu versprechen. Achte weniger auf den Hochglanz und mehr darauf, ob jemand den Weg, den sie dir zeigt, selbst gegangen ist.

Ist Content mit KI noch authentisch?

Ja, solange die Stimme und die Gedanken von dir kommen. KI ist ein Werkzeug, das dir die Zeit zwischen Idee und Umsetzung verkürzt. Sie ersetzt nicht deine Haltung, deine Erfahrung und deinen Ton. Authentisch bleibt dein Content, wenn du mit KI arbeitest, aber jeder Satz aus dir kommt, nicht aus der Maschine.

Muss ein Beitrag Klicks oder Verkäufe bringen, damit er erfolgreich war?

Nein. Reichweite, Resonanz und Verbindung sind eigene Ziele, die nicht sofort zu einem Klick führen müssen. Ein Beitrag, der ein Thema breit trifft und viele Menschen berührt, baut Vertrauen auf, das sich später auszahlt. Reichweite ist noch keine Kundin, aber sie ist auch kein Fehler, wenn kein Link geklickt wird.

Muss ich mich als Selbständige auf ein einziges Thema festlegen?

Nein. Was du brauchst, ist eine Haltung, die deine Themen verbindet. Wenn durch alles, was du zeigst, dieselbe rote Linie läuft und dieselbe Zielgruppe angesprochen ist, darfst du vielseitig bleiben, ohne beliebig zu wirken. Das nennt man ein Dach statt einer Nische.


Diana Fux, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen

Diana Fux

Ich bin Diana, Umsetzungs-Mentorin für selbständige Frauen. Ich helfe dir, Muster zu erkennen, Chaos zu ordnen und endlich umzusetzen, was du schon längst weisst.

Nicht mit mehr Theorie. Sondern mit einem ehrlichen Blick auf das, was bei dir wirklich dran ist.

Muster erkennen. Chaos ordnen. Klar entscheiden. Umsetzen.


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Was hat's bei dir ausgelöst?

Zustimmung, Widerstand, Fragezeichen, alles willkommen. Schreib mir was dich bewegt hat. Genau das macht aus einem Artikel ein echtes Gespräch.

Ich freue mich von dir zu lesen. 🦊

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