Diana Fux
Mentorin für selbständige Frauen · diana-fux.com

Ätherische Öle im Winter: Welche stelle ich mir hin, damit ich sie auch benutze?

Pinterest-Pin mit dem Text «Wer mit weniger anfängt, bleibt eigentlich länger dabei als wer gleich alles auf einmal will

Zwanzig vor sieben, und draussen ist es so dunkel, dass du nicht sicher bist, ob schon Morgen ist. Die Heizung tickt. Im Badezimmerschrank stehen sieben Fläschchen, drei davon hast du letzten Winter gekauft, mit diesem kleinen Gefühl von «diesmal mach ich es mir schön».

Du nimmst wieder das eine, das vorne steht. Die anderen sechs warten geduldig auf ihren Auftritt. 😅

Und dann kommt der Oktober, du stehst im Laden und kaufst ein neues Öl, weil die alten ja eh nie benutzt wurden. Zuhause stellst du es hinter die alten.

Kenn ich. Ich hatte früher eine richtige Sammlung. Die Flaschen standen bei mir wie Gäste, die man eingeladen und dann im Flur vergessen hat: hübsch angezogen, voller Erwartung, und niemand holt sie an den Tisch.

Heute sieht ein Novembermorgen bei mir so aus: halb acht, draussen noch dunkel, die Luft in meinem Arbeitszimmer trocken wie ein Keks. Ich klappe den Laptop auf, und neben dem Laptop steht die Zitrone. Das ist der Moment, an dem der Raum für mich anfängt zu arbeiten und nicht nur zu existieren.

Welche Öle sitzen bei mir im Winter mit am Tisch?

Vier. Mehr Gäste bewirte ich im Winter nicht, dafür werden diese vier auch leer.

Zitrone am Morgen. In den Diffuser, sobald ich den Laptop aufmache. Draussen ist es noch Nacht, drinnen fängt mein Tag an.

Eukalyptus an nasskalten Tagen. Ein Tropfen in die Duschtasse, bevor das Wasser läuft. Der Dampf nimmt den Duft mit, und das Bad riecht für ein paar Minuten nach Wald statt nach Novembermatsch.

Lavendel am frühen Abend. Wenn es um vier schon dunkel ist und der Kopf trotzdem weiterrennt. Die Flasche steht auf dem Nachtkästchen, nicht im Schrank, sonst passiert es nicht.

Weihrauch zwischen den Jahren. Weil er für mich nach Ruhe riecht, und in dieser einen Woche will ich nichts, was mich wach hält.

Das ist meine Auswahl, kein Rezept. Wenn dir Orange lieber ist als Zitrone, nimm Orange. Welcher Duft zu dir passt, entscheidest du an deiner Nase und am Etikett. Der Punkt ist, dass es vier sind und nicht vierzehn.

Wo steht dein Diffuser eigentlich?

Sei ehrlich. Steht er schön dekoriert im Wohnzimmer, wo ihn den ganzen Tag nur die Zimmerpflanze geniesst, während du am Küchentisch sitzt und arbeitest?

Ab November läuft die Heizung durch, die Luft wird trocken, und mein Diffuser arbeitet mit Wasser. Deshalb läuft er bei mir von November bis März deutlich häufiger als im Herbst, manchmal auch ganz ohne Öl. Das ist der unromantische Teil, den in den schönen Beiträgen selten jemand dazusagt.

Wenn du im Winter nur eine Sache änderst, dann diese: stell ihn dorthin, wo du tatsächlich sitzt. Die Zimmerpflanze verkraftet das.

Warum ziehen die schönen Rituale im Januar wieder aus?

Du kennst das. Im November nimmst du dir vor, dass der Winter diesmal gemütlicher wird. Im Januar ist der Kalender voll, und das Ritual ist das Erste, was rausfliegt. Ganz leise, ohne dass du es entschieden hast.

Am Öl liegt das fast nie. Meistens hängt die Anwendung an nichts.

Bei mir hängt jede an etwas, das ohnehin passiert. Zitrone an das Aufklappen des Laptops. Eukalyptus an die Dusche. Lavendel ans Zähneputzen am Abend. Ich muss mir nichts Neues merken, ich hänge es an etwas Altes. Und die Flaschen stehen dort, wo der Moment stattfindet. Im Schrank wird keine Flasche leer, weil sie dort niemand aufmacht.

Stell dir vor, es ist Februar. Die Zitronenflasche neben deinem Laptop ist leer, ganz nebenbei, weil sie einfach jeden Morgen da war. Du hast dich dafür nicht zusammengerissen. Du hast ihr nur einen Platz am Tisch gegeben.

Ein Wort noch, weil es mir wichtig ist: Ich beschreibe hier, was ich selbst mache, und gebe keine Anwendungsempfehlung. Die gehört zu Menschen mit medizinischer Ausbildung, und ich habe keine. Öle sind hochkonzentriert, bei mir reicht meistens ein Tropfen. Wenn du unsicher bist, frag jemanden, der das fachlich beurteilen kann.

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Zum Mitnehmen

Deine Flaschen sind Gäste. Lad im Winter weniger ein, und hol die, die kommen, an den Tisch: dorthin, wo du sitzt, an einen Moment, den es sowieso gibt. Dann wird eine Flasche leer, ohne dass du dich zusammenreissen musst.

Häufige Fragen zu ätherischen Ölen im Winter

Welche ätherischen Öle passen zum Winter?

Bei mir sind es vier: Zitrone am dunklen Morgen, Eukalyptus an nasskalten Tagen unter der Dusche, Lavendel am frühen Abend und Weihrauch zwischen den Jahren. Das ist meine Auswahl aus der eigenen Praxis, keine Empfehlung.

Was ist der Unterschied zwischen Herbst und Winter?

Der Herbst ist bei mir die Umstellungszeit, in der ich mir eine Routine aufbaue. Der Winter ist die lange Strecke von November bis März, mit dunklen Morgen und trockener Heizungsluft.

Wie viele Öle brauche ich im Winter wirklich?

Weniger, als die meisten denken. Ich habe vier Flaschen, die auch leer werden. Wer mit wenig anfängt, bleibt oft länger dabei als wer alles auf einmal will.

Wo stelle ich den Diffuser im Winter hin?

Dorthin, wo du tatsächlich sitzt. Wenn du am Küchentisch arbeitest, gehört er an den Küchentisch und nicht ins Wohnzimmer.

Wie bleibe ich im Winter dran?

Häng jede Anwendung an einen Moment, den es sowieso gibt, etwa das Aufklappen des Laptops oder das Zähneputzen am Abend. Und stell die Flasche genau dort hin.

Worauf achte ich beim Kauf?

Ich schaue, ob die botanische Bezeichnung auf der Flasche steht und ob der Hersteller Angaben zu Herkunft und Prüfung macht. Steht nur «Aromaöl» drauf, ist das für mich ein Raumduft.

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Füchsische Grüsse, Diana 🦊

Diana Fux, Mentorin für selbständige Frauen

Diana Fux · Mentorin für selbständige Frauen · Blick von aussen

Ich bin Diana und begleite selbständige Frauen bei Fragen zu ihrem Angebot, ihren Inhalten und der Umsetzung. Ich denke mit, frage nach und schaue mir an, was schon da ist. Hier im Blog teile ich eigene Erfahrungen über Business und Network, praktische Anregungen für deine Selfcare, Ordnung im System mit Notion und KI und Gastbeiträge anderer selbständiger Frauen. Fux macht's einfach: erst hinschauen, dann mutig los 🦊

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